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Radiomuseum Wertingen

22.08.2012

Die Radios schweigen seit drei Jahren

Seit drei Jahren ist es still um das bereits 2009 angekündigte Radiomuseum der Stadt Wertingen. Im Bild der Museumsreferent des Stadtrats, Alfred Sigg. Er kündigt nun die Eröffnung im Herbst 2012 an.

Hinter den Kulissen wird die schon 2009 angekündigte Eröffnung vorbereitet.

Von Erich Wandschneider

Wertingen Aufgeschoben – manchmal bedeutet das „aufgehoben“. Manchmal aber kehren totgesagte Projekte auch im kommunalen Leben wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zurück. Das beste Beispiel: Seit drei Jahren hörte man in Wertingen nichts mehr vom Radiomuseum.

Man erinnere sich: Die städtischen Museen hatten über 100 Radios und alte elektrische Musikgeräte gesammelt und kündigten bereits im Jahr 2009 eine glanzvolle Eröffnung an. Bei der damaligen Landkreisausstellung rings ums Schloss konnten die Besucher bereits die Museumsräume in der früheren Berufsschule zwischen Grund- und Realschule in Augenschein nehmen. Seitdem aber versank das Projekt in der Versenkung. Warum eigentlich?

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Alfred Sigg, Museumsreferent der Stadt Wertingen, argumentierte der WZ gegenüber: „Dieses Museum ist nicht vergessen! Wir eröffnen es nun tatächlich Ende September 2012!“

Tatsächlich waren die Museumsfreunde vom Erfolg überrollt worden: „Zunächst handelte es sich beim geplanten Radiomuseum vor allem um die Sammlung von Heinz Hippele aus Geratshofen, der uns an die 80 Geräte stiftete. Er ist eigentlich der geistige Vater dieses Museums. Doch dann erhielten wir auf Hippeles Vermittlung hin weitere 150 Geräte – es ist die Sammlung des verstorbenen Meitingers Hans Wald. Die Witwe gab die Radios nach Wertingen.“ Drei Jahre lang mühten sich die Museumsleute hinter den Kulissen, um das Radiomuseum vorzubereiten. Vor allem der bei der Stadt angestellte Kirchenmaler Jakob Huber zeigte Einsatz, als es darum ging, das alte Schulgebäude in ein Museum umzubauen. Sigg meinte: „In diesen Räumlichkeiten sind auch das Akkordeonorchester, der Kleintierzuchtverein und der Trachtenverein angesiedelt. Und die Stadtkapelle lagerte Instrumente im Haus.“

Drei Jahre lang hat man organisiert und saniert, bis man die Räume fürs Radiomuseum publikumsfähig gestaltet hatte. Ab Herbst wird man laut Sigg sehen, dass die Gestaltung der Ausstellungsräume sich im Stil an die jeweilige historische Zeit anpasst.“

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