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Wertingen

17.03.2009

Die alten Bilder sind Gold wert

"Ja genau! Ach, die ist das! Kennst du den?" So war oft zu hören am vergangenen Sonntagabend im Landgasthof Stark, als die Freien Wähler zum Filmabend einluden. Und der Saal war voll.

Wolfram Stadler ist in seinem Element - er kommentiert nicht, sondern moderiert und die Gäste kommentieren. 95 Minuten dauert die Vorführung, in der sich viele selbst wieder erkennen. So wie die inzwischen 70-jährige Helga Sapper aus Wertingen bei der Fahnenweihe des Trachtenvereins. "Da war ich 16 oder 17 Jahre alt", staunt sie. Lange vorher bemerkte sie: "Die Bilder sind Gold wert."

Otto Gaugler aus Gottmannshofen kann sich noch daran erinnern, als er mit seinen jüngeren Zwillingsschwestern gefilmt wurde. Und blickt zurück in eine Zeit, in der die Leute noch mehr miteinander gemacht hätten, und die Älteren mit ihren Ratschlägen doch manchmal recht hatten.

Gertrud Proske aus Wertingen war auch in dem gezeigten Kindergarten, schon bevor der Film gedreht wurde. "Im Klösterle haben wir zu Mittag gegessen und danach im Kindergarten auf Pritschen den Mittagsschlaf gemacht", denkt sie zurück.

Die alten Bilder sind Gold wert

Iris Prestel aus Wertingen hat diese Zeit nicht miterlebt, jedoch: "Es ist sehr interessant, was sich von den Gebäuden her verändert hat. Vieles ist aber auch gleich geblieben."

Wie zahlreiche andere Gäste hat Kathrin Demmler aus Gottmannshofen Fotos mitgebracht. In der Firma, die Pius Demmler vor 111 Jahren in Geratshofen gründete, wurde der gezeigte Busanhänger der Firma Magg gebaut.

Aus welchem Jahr stammt die Dokumentation nun, welche vom Kreisbaumeister Otto Lederer initiiert wurde? Vermerkt sei das Jahr 1954, erklärt Wolfram Stadler. Aber in drei Szenen könne genau nachvollzogen werden, dass es sich um das Jahr 1957 handelt. In den 70er Jahren wurde er von Nachfahren Lederers der Stadt Wertingen angeboten. Inzwischen seien zahlreiche Kopien im Umlauf, meint Josef Stark, der eine davon besitzt.

"Aber was nützt es, wenn der Film bei vielen Einzelpersonen liegt", stimmt Markus Eser ihm zu. "In unserer schnelllebigen Zeit ist ein Blick zurück hilfreich, um Impulse für die zukünftige Arbeit zu bekommen." Und Wolfram Stadler, als Lehrer und gebürtiger Gottmannshofener, freut sich nun über viele Bilder, die er nach der Digitalisierung den Besitzern zurückgibt. Von Gebäuden, die inzwischen oft von modernen Bauten ersetzt wurden. Und natürlich mit Leuten darauf, die weitere Erinnerungen wecken. "Die Fotos gibt's dann bei einer Folgeveranstaltung zu sehen", ist er sicher. "WZ-Anmerkung

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