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Wertingen

22.01.2020

Ein Fest rund um die Napoleonstanne

Vergangenes Jahr gab es eine kleine Einweihungsfeier rund um die neue Napoleonstanne. Und die Gottmannshofener waren nicht dabei.
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Vergangenes Jahr gab es eine kleine Einweihungsfeier rund um die neue Napoleonstanne. Und die Gottmannshofener waren nicht dabei.
Foto: Hertha Stauch

Plus Die Gottmannshofener sind sauer, weil sie zur Einweihung der neu gepflanzten Napoleonstanne im Ortsteil von Wertingen nicht eingeladen waren. Das soll nachgeholt werden. Was sich sonst dort oben noch alles tut.

Es kann los gehen oben am Geißberg in Gottmannshofen – das neue Baugebiet ist fertig, und die Straßenlampen leuchten schon die ganze Nacht hindurch. „Bei der Napoleonstanne“ heißt die Straße, entlang der sich 14 Grundstücksparzellen ziehen, auf denen sich wohl in Kürze einiges tun dürfte. 1,4 Millionen Euro hat die Stadt Wertingen in dieses Baugebiet „Geißberg V“ investiert, dem ein Großteil der Aufmerksamkeit in der Bürgerversammlung für die Wertinger Ortsteile Gottmannshofen und Geratshofen am Dienstagabend gehörte.

„Es wird schon gerast, das ist eine Rennstrecke dort oben,“ beschwerte sich ein Anlieger des Baugebiets bei Bürgermeister Willy Lehmeier und wunderte sich, dass die Straße einen geraden Verlauf ohne Hindernisse aufweist und so zum Rasen verleitet.

Der Bürgermeister berichtete jedoch, dass die Stadt schon viele Varianten der Verkehrsberuhigung in Wohngebieten durchexerziert habe. Keine sei aber wirklich wirksam gewesen. Deshalb verwies der Bürgermeister auf das neue kommunale Verkehrsüberwachungsunternehmen, dem sich auch Wertingen angeschlossen hat. Es soll in Zukunft die Schnellfahrer auf städtischem Gebiet ausbremsen. Nach Erfahrung von Lehmeier ist das die einzig wirksame Methode, das Problem in den Griff zu bekommen. Deshalb werde in Zukunft viel geblitzt, kündigte er an – auch in den Wohngebieten.

Die Beleuchtung ist ein Störfaktor

Ein anderer Störfaktor ist für die nahen und weiter entfernten Anwohner die Beleuchtung der Straße. „Warum wird das Baugebiet schon jetzt so mächtig beleuchtet, wo doch noch niemand dort wohnt,“ fragte eine Anwohnerin an und verwies auf die „Lichtverschmutzung“. Der Bürgermeister erklärte, dass die Beleuchtung Sache der LEW sei, die Stadtverwaltung aber mit dieser in Kontakt treten werde. Die Beleuchtung des noch unbebauten Gebiets sei sicher mit dem restlichen Geißberg gekoppelt, mutmaßte Lehmeier, deshalb gäbe es dort oben wohl schon Licht.

Altstadtrat Wolfram Stadler meldete sich zu Wort und freute sich über die gelungene Gestaltung der Naturfläche rund um die alte und neue Napoleonstanne. Was ihm aber nicht gefiel: „Schade, dass keine Gottmannshofer zur Einweihung eingeladen waren. Das war eine Nacht- und Nebelaktion.“ Der Bürgermeister berichtete, dass die Stadt die Gestaltung der kleinen Feier nach der Neupflanzung der Tanne dem Gymnasium überlassen habe. Dessen Schüler hätten den Baum auch gepflanzt. Die realschule hätte sich um Tische und Informationstafel gekümmert, deshalb seinen bei der kleinen Einweihungszeremonie auch Schüler anwesend gewesen.

Lehmeier kam Stadlers Einwänden jedoch entgegen und entschied spontan, dass es zum „Einjährigen“ der Napoleonstanne ein Fest auf der Anhöhe geben soll, zu dem dann alle Gottmannshofer eingeladen sind. Voraussetzung: Für Getränke und „die Sau“ muss gesorgt werden – Spender werden gesucht.

Braune Flecken auf der Küstentanne

Dass die neu gepflanzte Küstentanne – Nachfolgerin der alten Napoleonstanne – braune Flecken aufweist, ist einigen Gottmannshofern aufgefallen und wurde in der Bürgerversammlung thematisiert. Das sei nicht weiter bedenklich, merkte ein anwesender Mitarbeiter des stätischen Bauhofes an. Bei Trockenheit werde der Baum immer wieder gegossen, er entwickle sich gut.

Ein anderes Problem haben die Anwohner der Wohnstraße „Hinter den Gärten“ in Reatshofen. Franz Proske schilderte die Befürchtungen, die sie hegen, wegen einer geplanten baulichen Erweiterung einer Steuerkanzlei in der Nachbarschaft.

Dort solle ein „Bürokomplex“ entstehen. Die Anwohner fragen sich, warum es dafür einen „Bebauungsplan B“ gibt und ob dieser im Einklang mit dem Wohngebiet steht. Bürgermeister Lehmeier merkte an, dass das Steuerunternehmen mehr und größere Räume benötige und deshalb Pläne in der Stadtverwaltung eingereicht habe. Es gäbe aber noch keine Entscheidung, betonte Lehmeier.

Im Rahmen des alten Bebauungsplanes wäre eine neue Raumsituation für die Kanzlei nicht möglich, deshalb werde ein Plan B entwickelt. Dieser werde in ein normales Bebauungsplanverfahren eingehen, bei dem auch die Anwohner gehört werden.

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