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Volksfest

04.05.2018

Ein schöner Start für das Wertinger Volksfest

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Tracht ist „in“: Die vielen jungen Gäste des Wertinger Volksfestes erschienen zumeist in Dirndl oder Lederhosen. Zwar kamen – wohl angesichts des Werktages – nicht ganz so viele Gäste wie in den Jahren zuvor. Doch tat das der Festzeltstimmung keinerlei Abbruch.
Bild: Benjamin Reif

Zum ersten Mal startet die Veranstaltung „normal“ unter der Woche. Deshalb kommen nicht ganz so viele Gäste wie in den Jahren zuvor. Das tut der Stimmung keinen Abbruch: Bei der „Nacht der Tracht“ wird richtig Party gemacht

Die Zuckerwatte, die dröhnende Musik, die Lautsprecherdurchsagen an den Fahrgeschäften: Jedes Jahr aufs Neue genießt Anska Kröger die Stimmung auf dem Wertinger Volksfest. Heuer hat er seien kleinen Sohn Anton mitgenommen. Mit dem geht es jetzt hoch hinaus. Die beiden fliegen in einem kleinen Flugzeug beim „Ufojet 2000“ im Kreis herum, auf und ab. Vater und Sohn schauen glücklich, der Kleine quietscht vor Freude.

Monika Schmid beobachtet die beiden bei ihrer wilden Fahrt. Das Volksfest ist immer ein großer Spaß, sagt auch sie. Und der Abend ist noch jung, für später haben sie einen Babysitter organisiert. Denn ein bisschen wollen sie zumindest auch noch im Festzelt tanzen.

Da ist die Stimmung am frühen Abend schon gut, obwohl doch einige Plätze nicht besetzt sind. Zum ersten Mal hat Festwirt Werner Schmid die Eröffnung so gelegt, dass am darauf folgenden Tag regulär gearbeitet wird. So fallen die ersten Stunden des Abends ein bisschen verhalten aus. Gar nicht verhalten begrüßt Festwirt Werner Schmid seine Gäste, insbesondere die Mitglieder des Fußballvereins TSV Wertingen, denen bald ein schweres Spiel bevorsteht. Und den letzten verbliebenen Bierbrauer der Zusamstadt, Fritz Carry. Dessen Festbier findet auch an diesem Abend wieder großen Anklang.

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Lange mussten die Gäste auch nicht auf die Maßen warten, denn Wertingens zweiter Bürgermeister Johann Bröll, der den verhinderten Willy Lehmeier vertrat, ließ mit zwei schnellen Schlägen das Schwanenbräu fließen.

Das Wertinger Volksfest sei eine „16-jährige Erfolgsstory“, sagt Bröll. Und eines der längsten Feste in ganz Schwaben. Für die diesjährige Auflage der elf Tage langen Spaßveranstaltung findet er nur warme Worte: Das Programm sei für jung und alt gleichermaßen interessant, die Organisation gut, und der Bierpreis seit dem Vorjahr stabil.

Draußen zieht sich derweil die Wolkendecke bedrohlich zu, mancher Gast schaut beunruhigt zum Himmel. Doch der Festauftakt fällt nicht ins Wasser, die Temperaturen bleiben angenehm. Das ist vor allem den zahlreichen Gästen recht, die in Tracht erschienen sind – fast ausnahmslos junge Festgänger unter 30. Die feschen Buben und Madeln besuchen auch in Scharen die Fotoecke, welche die Wertinger Zeitung neben der Bühne eingerichtet hat. Wer mitmacht und sich bei der „Nacht der Tracht“ in Dirndl oder Lederhose ablichten lässt, hat Chancen auf eine Traumreise. Auf diese scheinen viele Besucher Lust zu haben.

Vor allem haben sie aber Lust auf die Band „Dolce Vita“, welche um Punkt 20.30 Uhr die Bühne betritt. Quasi zeitgleich werden die Bierbänke und Tische zu kleinen Tanzflächen umfunktioniert. Das Festzelt ist jetzt gut besucht, aber immer noch nicht gerammelt voll. Doch was an schieren Besuchermassen fehlt, wird jetzt durch die aufkommende Stimmung mehr als wett gemacht. Vom ersten Ton an haben die Musiker, Stammgäste auf dem Wertinger Volksfest, ihr Publikum in der Hand. Große Experimente werden anfangs nicht gemacht, das Cover von Helene Fischers „Atemlos“ bewegt jeden Gast zum mitsingen und tanzen.

Doch schon ein paar Minuten später bringen die Musiker ihren eigenen Stil ein, der mitreißt und für blendende Stimmung sorgt. So wird bei einer immer schneller werdenden Version der Titelmusik der „Benny Hill Show“ dem Saxophonisten einiges abverlangt.

Bis kurz nach Mitternacht geht der Spaß, dann müssen auch die nach Hause, die nicht wieder früh aus dem Bett müssen. Doch der Auftakt – fröhlich und friedlich – verspricht weitere zehn Tage großen Spaß. Ein hoffentlich weiteres Kapitel in der Wertinger Erfolgsstory.

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04.05.2018

Was macht es für einen Sinn, Dolce Vita am Donnerstagabend auftreten zu lassen. Das Publikum bei Dolce Vita ist überwiegend sehr jung und muss halt am nächsten Tag zur Schule oder zur Arbeit!

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