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06.11.2019

Erinnerung an Reichspogrom und Holocaust

Charlotte Knobloch und Ludwig Spaenle besuchen Buttenwiesen

Auf Initiative der Gemeinde Buttenwiesen und der Jungen Union Wertingen-Zusamtal findet am Sonntag, 10. November, eine Erinnerungsveranstaltung statt, in der die Verfolgung der Juden in der NS-Zeit und der Holocaust sowie die heutige Erinnerungskultur im Mittelpunkt stehen (wir berichteten). Damit soll auch ein eindeutiges Zeichen gegen den Antisemitismus gesetzt werden.

Zwei Persönlichkeiten kommen an diesem Tag nach Buttenwiesen: Die ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, und der Antisemitismusbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Dr. Ludwig Spaenle, zählen zu den eindringlichsten Stimmen, die sich laut vernehmbar gegen ein Aufleben des Antisemitismus erheben.

Im ersten Teil der Veranstaltung erfolgt die offizielle Umbenennung des Schulplatzes vor der ehemaligen Synagoge in Louis-Lamm-Platz. Die Gemeinde Buttenwiesen erinnert damit an den jüdischen Mitbürger Louis Lamm, der in Berlin einen der deutschlandweit führenden Verlage und eine Buchhandlung für jüdische Literatur betrieb. Durch seine heimatgeschichtlichen Forschungen hat er sich große Verdienste um seinen Heimatort Buttenwiesen erworben. 1943 wurde Louis Lamm von den Nationalsozialisten ermordet. Die beiden Ehrengäste werden eine Informationstafel zu Ehren von Louis Lamm enthüllen.

Im Anschluss daran findet in der benachbarten Pizzeria eine Gesprächsrunde statt, die von Daniel Uhl (Ortssprecher der JU Buttenwiesen) und Fabian Braun (Zweiter Vorsitzender der JU Wertingen-Zusamtal) moderiert wird. Eingeleitet wird der Diskussionsabend von Impulsreferate der beiden Ehrengäste zum Thema „Erinnerungskultur in Bayern“. Die Umbenennung des Schulplatzes in Louis-Lamm-Platz erfolgt um 18 Uhr. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich. Der anschließende Diskussionsabend beginnt um 19 Uhr. Hierzu ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon 08274/9999-15). (pm)

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