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Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln

05.07.2010

Gewagt und gewonnen

Mutig und selbstlos stellten sich die Vorstände Konrad Wörle und Josef Berger sowie Kommandant Nikolaus Schuster der von Tequila Sunrise Keyboarder Matthäus Mayer angesetzten Leistungsprüfung "Kufsteinlied-Jodeln".
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Mutig und selbstlos stellten sich die Vorstände Konrad Wörle und Josef Berger sowie Kommandant Nikolaus Schuster der von Tequila Sunrise Keyboarder Matthäus Mayer angesetzten Leistungsprüfung "Kufsteinlied-Jodeln".

Zusamaltheim Wer Josef Berger am Samstagabend auf dem Dorffest begegnete, erlebte einen entspannten, gut gelaunten ersten Vorsitzenden der Feuerwehr Zusamaltheim. Man hatte riskiert - und alles richtig gemacht. "Wir hatten uns überlegt: Was wäre wenn….ein Open Air in Zusamaltheim?", erinnerte er sich, "passt das hierher?".

Und wie es passte! Tequila sunrise, spielfreudige und sympathische Band aus Binswangen, sorgte schnell dafür, dass die Stimmung sich in den nächsten Stunden nur noch in eine Richtung bewegte: nach oben! Das deutsche Fußballteam hatte gerade erst die Argentinier mit der Buchung für einen Sofortflug in die Heimat überrascht, da kamen schon die ersten Besucher, hungrig und durstig und die Bänke rund um die Linde am Gemeindezentrum füllten sich schnell.

Zelt auf Abruf

Da schreckte auch niemanden, dass die Band die Jodelfähigkeiten von Kommandant und Vorständen anhand der Leistungsprüfung "Kufsteinlied" überprüfte. Allen gemein war die Erleichterung, dass es das Wetter mehr als gut mit den Zusamaltheimern meinte: "Wir hatten ein Zelt auf Abruf", erklärte Josef Berger, "aber auch das muss natürlich rechtzeitig entschieden werden - der Aufbau dauert ja auch seine Zeit".

Gewagt und gewonnen

Am Mittwoch wurde dann darauf gesetzt, dass das Wetter halten würde, und es hielt, zumindest am Samstag. Gegen die extreme Sonne hatte man ein großes Tarnnetz über den gesamten Platz gespannt und zauberte damit auch am Samstagabend nach Sonnenuntergang eine regelrechte Laubenstimmung.

Doch die Zusamaltheimer waren ja nicht nur zum Vergnügen gekommen. Der Wettkampf der Vereine in den Bierzeltdisziplinen Nageln, Maßkrugstemmen und Sägen lockte die Gäste immer wieder vor die Bühne, um das eigene Team und auch andere anzufeuern. Und mit dieser Unterstützung schlugen sich zuallererst die Damen recht wacker. Das Frauenteam des Obst- und Gartenbauvereines gewann mit über fünf Minuten das "Stemmen", da musste sich der Kandidat der Vernichter trotz der Haltung "Pisa-Turm" (schräg, aber er fällt doch nicht um) geschlagen geben.

Das Sägen hingegen war eine klare Entscheidung für die Musikvereinsmänner. "Habt ihr dem eine Motorsäge gegeben?", fragte Gerrit Nasch, der Moderator des Wettbewerbs, als der Stamm nach rekordverdächtigen knapp zwölf Sekunden durchgesägt war. Das Nageln als finale Disziplin musste nun entscheiden, welches Zusamaltheimer Team das "Dorffestturnier", dotiert mit Freibier und Spanferkel, gewinnen würde. Und es ging hart zur Sache. Der Viererhammer (Sternhammer) war das Werkzeug - und die Strategien der Teilnehmer unterschiedlich. Letztendlich gewannen auch diese Disziplin die Musikermänner (zehn Schläge) und erhielten so den Hauptpreis.

Doch auch danach war das Fest noch lange nicht zu Ende: Nach dem Feuerwerk feierten die Besucher noch bis weit nach Mitternacht bei Musik und Tanz.

Gewitter stört den Mittagstisch, aber nicht die Stimmung

Am Sonntag wurde gleich annähernd nahtlos weitergefeiert, wenn auch äußerlich etwas feuchter, denn vormittags öffnete der Himmel zunächst seine Schleusen und die Besucher mussten zum Mittagstisch im Feuerwehrhaus zusammenrücken, was der guten Stimmung aber auch keinen Abbruch tat, zumal sich wenig später das Gewitter verzog. Für die Unterhaltung der Festgäste sorgte nun die Musikkapelle Zusamaltheim. (wela)

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