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Wertingen

13.11.2017

Gottmannshofens Archiv ist eine historische Schatzkiste

Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein (zweiter von links) präsentiert den ehemaligen Gottmannshofener Gemeinderäten (von links) Wolfram Stadler, Thomas Wegner und Anton Geßler das Gemeindearchiv Gottmannshofen.
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Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein (zweiter von links) präsentiert den ehemaligen Gottmannshofener Gemeinderäten (von links) Wolfram Stadler, Thomas Wegner und Anton Geßler das Gemeindearchiv Gottmannshofen.

Ehemalige Gottmannshofener Gemeinderäte besichtigen das Wertinger Gemeindearchiv. Sie finden vieles, unter anderem den Bauplan der Geratshofener Kapelle.

Wertingen Die Jahreszahlen 1818 und 1978 markieren zwei bedeutende Ereignisse in der Ortsgeschichte von Gottmannshofen, Geratshofen und Reatshofen: 1818 lösten sich die drei Dörfer von der Stadt Wertingen und bildeten fortan eine eigenständige Gemeinde. Diese hatte 160 Jahre Bestand. Zum 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Gottmannshofen wieder in die Stadt Wertingen eingemeindet. Die Akten und Unterlagen der ehemaligen Gemeindeverwaltung Gottmannshofen aus der Zeit der Selbstständigkeit befinden sich im Stadtarchiv Wertingen, wo sie nun geordnet und inventarisiert wurden, sodass ortsgeschichtliche Recherchen mühelos möglich sind. Auf Einladung von Stadtarchivar Dr. Johannes Mordstein trafen sich die drei letzten noch lebenden Gottmannshofer Gemeinderäte Anton Geßler, Wolfram Stadler und Thomas Wegner zu einer „Gemeinderatssitzung“ der besonderen Art, um das Archiv der ehemaligen Gemeinde Gottmannshofen zu besichtigen.

„Das Gemeindearchiv Gottmannshofen ist eine historische Schatzkiste!“ Johannes Mordstein freut sich, dass das Schriftgut der ehemaligen Gemeinde Gottmannshofen fast vollständig erhalten ist. Die Unterlagen dokumentierten die Geschichte von Gottmannshofen, Geratshofen und Reatshofen nahezu lückenlos, erläuterte der Gemeindearchivar seinen Besuchern die Bedeutung des Archivs. Allein schon der Umfang von über 63 Kartons belegt die Aussagekraft der Überlieferung. Ob nun Friedhof oder Feuerwehr, Bürgermeisterwahlen, Gemeinderatsprotokolle, Straßenbau, Schulgebäude, Armenfürsorge, Zusamregulierung – zu allen diesen und weiteren Themen können die Unterlagen ergiebig Auskunft erteilen.

Zudem hat Gottmannshofen das große Glück, dass zwei passionierte Heimatforscher umfangreiche heimatkundliche Sammlungen zusammenstellten: Altbürgermeister Hermann Willer und der ehemalige Hauptlehrer Franz Xaver Burghart, der in Westendorf Lehrer war und im Ruhestand in Gottmannshofen und Wertingen wohnte. Diese Dokumentationen befinden sich ebenfalls im Stadtarchiv und geben tiefe Einblicke in die Geschichte der drei genannten Dörfer.

Das Gemeindearchiv Gottmannshofen kann – ebenso wie alle sonstigen Unterlagen des Stadtarchivs Wertingen – von jedem Interessierten eingesehen werden. (pm)

Kontakt zu den Mitarbeitern des Stadtarchiv kann man telefonisch aufnehmen unter 08272/84305.

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