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Gymnasium

14.02.2015

Gymnasiasten gehen in die Arbeit

Das erste Mal seit langer Auszeit gibt es wieder eine Praktikumswoche

Im Schuljahr 2014/15 gibt es am naturwissenschaftlich-technologischen und sprachlichen Gymnasium Wertingen nach einer jahrelangen Pause wieder einmal ein Pflichtpraktikum. Dessen Ziel ist es, den Schülern einen ersten Kontakt mit der Arbeitswelt zu ermöglichen, da sie in wenigen Jahren die Schulbank verlassen werden.

Am Gymnasium betrifft es die zehnten Klassen. Da ich heuer auch diese Jahrgangsstufe besuche, absolviere ich folglich natürlich auch ein fünftägiges Praktikum. In meinem Fall ist der Betrieb die Redaktion der Wertinger Zeitung. Ich darf einen Blick über die Schultern der Redakteure und Redakteurinnen werfen und bekomme einen sehr informativen Einblick in die Welt des Journalismus. Ich darf mich auch an der komplexen Software versuchen, eine Recherche für einen Artikel betreiben, Fotos schießen und natürlich meine eigenen Artikel verfassen. Anfangs fällt es mir sehr schwer, mich aus meinem gewohnten Schulalltag in der abwechslungsreichen Arbeitswelt zurechtzufinden. Es ist eine doch recht große Umstellung, nun alles selbst organisieren zu müssen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich gut daran.

Ganz ähnlich sieht die ganze Angelegenheit einer meiner Mitschüler. Manuel Nusser absolviert zurzeit ein Betriebspraktikum bei der Marien-Apotheke in Wertingen. Dort hat er sehr viele unterschiedliche Aufgaben zu erledigen. Es können ganz simple Aufgaben wie zum Beispiel ein Regal mit Medikamenten auffüllen oder als Kurier Medikamente von der Apotheke zu den umliegenden Ärzten bringen. Jedoch könnten es auch komplexere Angelegenheiten sein, wie eine Lösung herstellen oder Chemikalien auf deren Siedetemperatur prüfen. Auf jeden Fall ist sich Manuel sicher, dass auch für ihn das Praktikum sehr lehrreich ist. „Ich denke, dass ich in den letzten Tagen einen sehr tiefgründigen Einblick in das Berufsleben bekommen habe.“

Laut Winfried Heppner, stellvertretener Schulleiter am Gymnasium Wertingen, nehmen dieses Jahr ungefähr 90 Schüler aus den zehnten Klassen teil. Es wären über 100 gewesen, aber die Einführungsklasse ist nicht von dem Praktikum betroffen. Die Teilnehmer absolvieren ihr Praktikum laut dem Schulleiter in den Betrieben der näheren Umgebung. Die Unternehmen sind in Wertingen, Lauingen, Dillingen, Höchstädt und Augsburg angesiedelt.

Der stellvertretende Schulleiter erklärt, dass das Gymnasium auch in den nächsten Jahren die Praktikumswoche fortführen werde. Außerdem sei das Ziel, den Schülern viel mehr Verantwortung zu überlassen. Das heißt auch, dass die Schüler für ihre Bewerbungen selber zuständig sind. Vor dem Praktikum müssen sie auch angeben, warum sie genau bei diesem Betrieb sein werden. Natürlich fordert die Schulleitung am Ende der Woche eine Rückmeldung, welche zum Teil von den Firmen ausgefüllt wird, und ein Berichtsheft, das die Praktikanten selber führen, ein. „Es soll ja keine Ferienwoche für die Schüler sein“, meint Heppner.

Früher gab es schon einmal Pflichtpraktika am Gymnasium, allerdings für die elften Klassen. Diese Tradition ging allerdings vor Jahren mit dem Wechsel vom G9 zum G8 verloren, da man den Schülern der elften Klassen schlicht und ergreifend nicht noch mehr zusätzliche Arbeit anhäufen wollte.

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