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29.07.2010

Hundetoiletten sind nicht erwünscht

Heretsried Der plötzlichen Tod des Architekten Dieter Hoppstaedter, dessen Büro mit der Planung der Kinderkrippe in Lauterbrunn beauftragt war, beschäftigte den Gemeinderat Herestried in seiner jüngsten Sitzung. Hoppstaedters Mitarbeiter Olaf Diete erklärte, dass das Büro Hoppstaedter aufgelöst wird. Peter Laufer vom Büro Schulze + Partner aus Augsburg präsentierte kurz sein Unternehmen und die Bereitschaft, unter der Federführung des Architekten Olaf Diete und zu denselben finanziellen Bedingungen die Bürologistik und Bauüberwachung für die Kinderkrippe zu übernehmen. Der Gemeinderat stimmte dem Eintritt des Architektenbüros Schulze + Partner in den Vertrag zur Errichtung der Kinderkrippe einstimmig zu.

Bürgermeister Josef Carteau informierte danach, dass der Gemeindeanteil an den Kosten des Radweges von Lauterbrunn nach Affaltern rund 40 000 Euro betragen werden. Hinzu kommen noch 20 000 Euro für die Verbreiterung des Wirtschaftsweges an der Kläranlage.

Der notwendige Brückenbau an der Kläranlage ist laut Carteau Sache der Gemeinde. Carteau präsentierte hier drei Möglichkeiten. Zum einen die Sanierung des Überbaus für ca. 16 000 Euro, die Erneuerung des Überbaus für ca. 28 000 Euro sowie die komplette Erneuerung der Brücke für etwa 50 000 Euro. Der Gemeinderat entschied sich einstimmig für die Teilerneuerung der Brücke.

Nächster Punkt waren Satzung und Verordnung für Hunde. Beide Richtlinien wurden einstimmig verabschiedet. Bürgermeister Carteau erklärte außerdem, dass sich ein Lauterbrunner Bürger bereit erklärt habe, sich um Hundetoiletten zu kümmern, wenn die Gemeinde diese anschaffen würde.

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Mehrere tausend Euro Unterhaltskosten befürchtet

Carteau sagte, auf die Gemeinde würden hier mehrere Tausend Euro Unterhaltskosten zukommen und im Sommer müssten diese täglich geleert werden. Gemeinderat Thomas Liepert konnte sich mit den Hundetoiletten nicht anfreunden: "Ich bin dagegen, solange wir keinen gemeindlichen fest angestellten Mitarbeiter haben. Wenn der ehrenamtliche Mitarbeiter aufhört, stehen wir dann da", meinte er. Auch Gemeinderat Heinrich Jäckle appellierte an die Eigeninitiative der Hundehalter, den Hundekot in einer Tüte zu verpacken und daheim zu entsorgen.

In Sachen DSL informierte der Rathauschef, dass sich die Nachbargemeinden für die Glasfaserlösung entschieden hätten. Neu auf seinem Schreibtisch sei ein Brief der Firma vodafone, die am Funkturm in Bonstetten eine LTE-Technik (Longterm Evolution) installieren wolle. Dies sei eine DSL-Alternative. Weitere Infos gäbe es jedoch erst im September. Diese wollte der Gemeinderat noch abwarten.

Kunstfliegerproblematik

Auf der Tagesordnung stand zudem die "Kunstfliegerproblematik". Gemeinderat Winfried Jacob berichtete in einem schriftlichen Antrag über bis zu 90 Dezibel Lärm an Sonntagen durch diese Flieger und bat um eine rechtliche Prüfung.

Bürgermeister Carteau gestand, er habe sich schwer getan, diesen Antrag auf die Tagesordnung zu setzen, nachdem das Thema auch schon auf einer Bürgerversammlung behandelt wurde. Wenn die Kunstflieger als Störung gesehen würden, müsse man dies gemeindeübergreifend behandeln. Gemeinderat Winfried Jacob berichtete, dass die Flüge geschäftlich betrieben würden und sicher noch zunehmen würden.

Gemeinderat Thomas Liepert erklärte, er habe sich mit dem Thema befasst. Es gäbe sechs bis sieben Stammpiloten und es sei jetzt ein zweites Flugzeug angeschafft worden. Gegen die Anstrengung eines Verfahrens sprach sich Gemeinderat Jäckle aus. Er fände es jedoch in Ordnung, weitere Informationen zu beschaffen. Dies übernimmt Gemeinderat Jacob bis zur Sitzung im Oktober.

Damwild auf der Streuobstwiese

Zur Sprache kam auch der neue Solarpark am Weiherbergfeld. Auf der Streuobstwiese, die auch von einem Fußweg durchzogen wird, soll nach Informationen der Gemeinde Damwild gehalten werden und dazu werde ein Zaun benötigt.

Es soll Tore geben, damit der Fußweg benutzt werden kann. "Ich finde, das ist eine unbefriedigende Lösung", erklärte Bürgermeister Carteau. Viele Leute hätten ihm gesagt, dass die Anlage nicht so schlimm aussehe, wie sie erwartet hätten, der Zaun verschandele nun aber die Anlage.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet voraussichtlich am Dienstag, 24. August um 19.30 Uhr im Heretsrieder Rathaus statt.

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