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Gemeinderat

23.07.2020

Im Sommer 2021 soll die Kinderkrippe fertig sein

Gremium in Villenbach beschäftigt sich mit den Finanzen. Warum ein Griff in den Sparstrumpf nötig ist

Rund 600000 Euro stehen für den Kindergarten und die Kinderkrippe im Villenbacher Investitionsplan für das Jahr 2020. Noch einmal 850000 Euro im nächsten Jahr. Das Grundstück muss bezahlt werden. Außerdem wird der bestehende Kindergarten nach dem Auszug der Krippenkinder umgebaut. Der größte Teil des Geldes wird aber für den Neubau der Krippe auf dem Grundstück daneben gebraucht. Dann steht genügend Platz für die Betreuung der Kinder zur Verfügung.

Zurzeit läuft der Kindergarten samt Krippe mit einer Ausnahmegenehmigung. Wesentlich mehr Kinder besuchen die Einrichtung, als 2013 beim Bau des Gebäudes erwartet werden konnten. Planer Harald Tiefenbacher erläuterte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung den Zeitplan. Momentan warte er auf die Angebote der Fachplaner. Diese sollten beispielsweise ausarbeiten, welche Heizung am wirtschaftlichsten und welche Warmwasseraufbereitung am sinnvollsten ist. Die Ergebnisse sämtlicher Fachdisziplinen sollen Ende August vorgelegt werden. Dann könnte der Bauantrag im August oder September gestellt werden. Die Ausschreibung soll so erfolgen, dass sowohl Modulbauer Angebote unterbreiten können als auch konventionelle Holzbaufirmen, die eine schnelle Bautechnik anbieten. Auch wenn es ein relativ kleines Projekt sei, erwartet der Planer auch Angebote von Modulbaufirmen, die somit im Winter ihre Kapazitäten nützen können. Baubeginn vor Ort soll im April sein. Tiefenbacher rechnet mit der Fertigstellung im Juli 2021.

In der Sitzung des Gremiums ging es auch um die Finanzen, sprich den gemeindlichen Etat für dieses Jahr. Geplant ist, ordentlich in den Sparstrumpf zu greifen, denn es sollen 1,173 Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen werden. Mit diesem Geld sollen die Ausgaben gedeckt werden. Gebraucht werden 375000 Euro, um Grundstücke für geplante Baugebiete zu kaufen, 60000 Euro für den Erwerb von Tauschgrundstücken und 50000 Euro für das Lagerhaus Villenbach und noch viele vom Betrag her kleinere Maßnahmen. Der Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen aufgeführt sind, beläuft sich auf 1,645 Millionen Euro. Der Verwaltungshaushalt summiert sich dieses Jahr auf 2,201 Millionen Euro. Die Gemeinde selbst erwirtschaftet 109000 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Weil aufgrund von Corona voraussichtlich weniger Steuern eingenommen werden, sind niedrigere Zahlen einberechnet als im Jahr zuvor. Laut Kämmerer Matthias Freier, der seine Kollegin vertrat, ist der erhaltene Anteil an der Einkommensteuer im zweiten Quartal gegenüber dem ersten um 18,5 Prozent eingebrochen. Dabei sei das erste Quartal außerordentlich gut gelaufen und habe bei allen VG-Gemeinden einen absoluten Rekordwert erreicht. Im dritten soll es wieder besser werden und im vierten Quartal entscheide sich, wie das Jahr insgesamt bewertet werden könne. Bei der Gewerbesteuer schätzt Freier, dass zwar der Ansatz übertroffen, aber das Vorjahresergebnis nicht erreicht werde.

Aufgrund der Kredittilgung in Höhe von 67000 Euro geht die Pro-Kopf-Verschuldung am Jahresende voraussichtlich bei 1271 Einwohnern auf 757,06 Euro zurück, 962000 Euro sind es insgesamt. An Rücklagen sind noch 1,01 Millionen Euro vorhanden, zusätzlich ein Bausparer mit 257000 Euro, in den jährlich 20000 Euro fließen.

Für das nächste Jahr ist eine Kreditaufnahme vorgesehen. Ob tatsächlich 1,15 Millionen Euro gebraucht werden, liegt auch daran, wie sich die Steuereinnahmen entwickeln.

(Symbolbild: Uwe Kühn)

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