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Villenbach

29.04.2015

Investitionen ohne Neuverschuldung

Im Gebäude der bisherigen VR-Bank soll die neue Gemeindekanzlei von Villenbach entstehen.
Bild: wela

 Haushalt 2015: Der Schuldenabbau schreitet voran

Villenbach „Die Gemeinde Villenbach hat eine sehr gute Rücklage entwickelt, für die diesjährigen Maßnahmen ist keine Kreditaufnahme erforderlich“. Dieses Fazit von Kämmerin Angelika Hefele hat sicher auch den Gemeinderäten gefallen. Einstimmig verabschiedeten sie den Haushalt, der Investitionen in Höhe von 1,1 Millionen Euro vorsieht, darunter Maßnahmen wie die Kreisstraße Riedsend-Wengen und den Breitbandausbau.

Auch die Renaturierung des Mollenbachs ist aktuell

Auch viele kleinere Projekte wie beispielsweise die Renaturierung Mollenbach, die Planungskosten für die Dorferneuerungen, Urnengräber auf den Friedhöfen Wengen und Villenbach oder ein neues Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Wengen wurden in den Haushalt eingestellt.

Mit dem bereits erworbenen Gebäude der VR-Bank für die Einrichtung der neuen Gemeindekanzlei und den beabsichtigten Erwerb der alten Gastwirtschaft in Hausen für eine mögliche Umgestaltung des Dorfplatzes bringt sich die Gemeinde in eine gute Ausgangsposition für die weitere Entwicklung der Ortsteile. Finanziert werden die Investitionen durch eine Zuführung vom Verwaltungshaushalt und der Entnahme aus der allgemeinen Rücklage. Eine Neuverschuldung ist nicht notwendig, der Schuldenabbau schreitet durch die planmäßige Tilgung von 52000 Euro voran, zum Jahresende werden hier 1,277 Millionen Euro erwartet.

Nicht zu viel Euphorie für das Jahr 2015 erlauben

Trotz guter Einnahmen bei der Gewerbesteuer warnt die Kämmerin davor, den Wert 2015 allzu euphorisch anzusetzen. „Lieber lassen wir uns positiv überraschen“, erklärte sie. Darüber hinaus entschieden die Gemeinderäte, den Gewerbesteuerhebesatz wieder von 400 auf 380 zu senken. „Der wurde vor ein paar Jahren angehoben“, erklärte Bürgermeister Werner Filbrich. Jetzt will die Gemeinde die Gewerbetreibenden am guten Ergebnis beteiligen.

Erhöhung der Schlüsselzuweisung

Angelika Hefele erinnerte daran, dass sich bestimmte Positionen des Haushalts wie Schlüsselzuweisungen und Kreisumlage an der Steuerkraft vom vorletzten Jahr orientieren. Demzufolge sei für 2016 durch die guten Gewerbesteuereinahmen eine Erhöhung der Schlüsselzuweisung zu erwarten. „Wir hoffen nicht, dass die Gewerbesteuer einbricht“, so Hefele. Das sei schwierig für eine Gemeinde, mutmaßte Reinhard Langenmair, was die Kämmerin bestätigte: „Wenn es sprunghaft kommt, dann ja.“ Derzeit sieht es jedoch gut aus im gemeindlichen Geldbeutel, so dass Hefele von einer einer geordneten Finanzlage sprechen konnte.

 (wela)

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