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Osterbuch

28.09.2019

Kiesabbau zwischen Affaltern und Osterbuch

Kiesabbau soll zwischen Affaltern und Osterbuch stattfinden. Damit verbunden wäre ein erhöhtes Lkw-Aufkommen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Die Fuggersche Stiftung stellte eine Bauvoranfrage, die Auswirkungen auf die Gemeinde Laugna haben könnte. Dazu kamen weitere Bauanträge zur Abstimmung, die nicht alle durchgingen.

Täglich sollen künftig im Schnitt zehn Lkw aus dem Waldstück zwischen Osterbuch und Affaltern fahren, danach auch wieder zurück. Zumindest wenn es nach der Fuggerschen Stiftung geht. Diese stellte, vertreten durch das Büro für Rohstoffmanagement Hufmann, im Gemeinderat Laugna diese Woche eine Bauvoranfrage für Trockenabbau von Kies und Sand.

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15 Jahre soll es dauern

Konkret geht es dabei um ein 6,5 Hektar großes, von außerhalb des Waldes nicht einsehbares Fichtenwaldgebiet zwischen den beiden Dörfern. Dieses soll abschnittsweise abgetragen – wobei die Rohstoffe entnommen werden – und in Form eines Laubwaldes mit deutlich höherem Lebensraumpotential wieder aufgeforstet werden, so die Vertreter der Fürstlichen und Gräflichen Fuggerschen Stiftung. Für die Durchführung des Vorhabens ist ein Zeitraum von 15 Jahren geplant.

Gemeinderätin Marion Bußmann äußerte Bedenken wegen einem wahrscheinlich hohen Lkw-Aufkommen und einer langen Dauer für die Neuaufforstung des Gebietes. Laut Berechnungen sollen im Durchschnitt zehn LKW die direkt davon betroffenen Orte Osterbuch, Asbach und Laugna passieren. Das klinge zunächst wenig. Doch könne das auch bedeuten, dass bei großen Aufträgen, beispielsweise einer großen Brücke, die Anzahl der täglichen Lastwagen um ein Vielfaches ansteige.

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Künftig mehr Lebensraum

Auf der anderen Seite wäre in manchen Wochen auch „fast nichts los“, so die Planer. Weiterhin erklärten sie, dass man natürlich nach 15 Jahren keinen Hochwald erwarten könne. Jedoch würden sowohl die Kiesgrube als auch der darauffolgende Laubwald weit mehr Lebensraum als das vorherige Fichtenareal bieten. Das habe auch eine weitaus größere Artenvielfalt zur Folge.

Bürgermeister Johann Gebele geht ebenfalls von einer hohen Lkw-Belastung aus, besonders hinsichtlich der geplanten Dorferneuerungen in seiner Gemeinde: „Zeitweise wird eine problemlose Durchfahrt nicht möglich sein.“ Planer Konrad Hufmann erklärte, dass das aus seiner Erfahrung kein großes Problem sei, da es sich aus seiner Sicht um eine kleine Grube handle. Es gebe zwar etappenweise intensive Phasen, jedoch sei die Wahrscheinlichkeit für Überschneidungen eher gering. Für die Anwohner, lokalen Unternehmen und Bauvorhaben der Gemeinde biete die Kiesgrube zudem aufgrund kurzer Transportwege die Möglichkeit, vergleichsweise günstiges Kies zu bekommen.

Da noch nicht alle Fragen zur Thematik geklärt sind, wurde der Beschluss des Gemeinderates auf den 23. Oktober vertagt.

Auch drei Bauanträge wurden besprochen. Der Anbau an eine Bergehalle in Asbach, in dem forstwirtschaftliche Arbeitsmaschinen gelagert werden sollen, wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Die notwendige Privilegierung liegt vor.

Einfamilienhaus in Osterbuch abgelehnt

Die Errichtung eines Einfamilienhauses in Osterbuch lehnten die Räte dagegen – ebenfalls einstimmig – ab. Trotz „sauberer und durchdachter Planung“, wie die Gemeinderäte feststellten, gilt die Privilegierung nicht für ein Wohngebäude. Der Flächennutzungsplan sieht für den geplanten Ort keine Bebauung vor. Auch für den Erhalt des landwirtschaftlichen Betriebes ist das Wohnhaus nicht zwingend erforderlich.

Der Neubau einer Halle für Baumaschinen und Baugeräte in Laugna ging ohne Gegenstimmen durch. Die Halle darf ohne Fassadenverkleidung gebaut werden, jedoch soll sie „nicht in grellen Farben angestrichen werden“, so Gebele. Im Falle zusätzlicher Hallenbenutzung als Werbefläche besteht Genehmigungspflicht.

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