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Villenbach

02.04.2020

Kinderkrippe Villenbach: Holz, Container oder Holzmodul?

Der Kindergarten und die Feuerwehren waren Thema in der jüngsten Villenbacher Gemeinderatssitzung.
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Der Kindergarten und die Feuerwehren waren Thema in der jüngsten Villenbacher Gemeinderatssitzung.
Bild: Brigitte Bunk

Plus Die Planungen der Kinderkrippe in Villenbach nehmen Form an. Vor dem Bau stehen Entscheidungen an

Dass es trotz der Studie des beauftragten Architekten gar nicht so einfach ist, sich für eine von drei vorgeschlagenen Bauweisen der neuen Kinderkrippe zu entscheiden, merkten die Ratsmitglieder der Gemeinde Villenbach. Am Montagabend trafen sie sich – mit gebührendem Sicherheitsabstand – im Bürgerhaus Rischgau zur monatlichen Sitzung.

Ein Neubau auf einem nahe liegenden Grundstück

Momentan befindet sich die Kinderkrippe im Kindergarten hinterhalb des Rathauses. Doch auf Dauer reicht der Platz nicht für zwei Kindergarten- und zusätzlich zwei Kinderkrippengruppen. Um Abhilfe zu schaffen, soll die Kinderkrippe auf einem nahe liegenden Grundstück neu gebaut werden.

Erst schaute sich das Gremium den vom Bürgermeister und den ASB-Verantwortlichen favorisierten Vorschlag für den Umbau des Kindergartens an, der rund 90.000 Euro kosten soll. „Hier ist keine staatliche Förderung möglich“, erläuterte Bürgermeister Werner Filbrich. Da nur wenige Mauern entfernt beziehungsweise eingezogen werden müssen, um beispielsweise einen Gruppen- und einen Multifunktionsraum zu vergrößern, würde der Umbau nur rund vier Wochen dauern. Er könnte aber erst erfolgen, wenn die neue Kinderkrippe steht.

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Die Baukosten liegen bei etwa 1,1 Millionen Euro

Auch für den Neubau stellte Bürgermeister Filbrich einen ersten Plan vor. Die Bruttogrundfläche der favorisierten Variante beträgt rund 400 Quadratmeter, hiervon sind etwa 227 Quadratmeter förderfähig. Nachdem noch nicht feststeht, ob die Kinderkrippe in konventioneller Holzbauweise wie der bestehende Kindergarten, in Holzmodulbauweise oder in einer Containerbauweise gefertigt werden soll, wurde in einem Drei-mal-drei-Meter-Raster geplant. Beschlossen haben die Ratsmitglieder, mittels einer beschränkten Ausschreibung den passenden Architekten zu finden. Aufgrund der Höhe der Kosten ist diese Ausschreibung notwendig. Dazu wird jeweils ein Architekt angeschrieben, der sich mit der entsprechenden Bauweise auskennt. Da die geschätzten Baukosten sehr nahe beieinander liegen, bei rund 1,1 Millionen Euro, steht vor der Entscheidung noch an, die Vor- und Nachteile abzuwägen. Wobei die Räte bei der Modulbauweise unter anderem den Vorteil sehen, dass es schneller geht als die konventionelle Holzbauweise. Außerdem hätte die Gemeinde mit der Herstellerfirma einen einzigen Ansprechpartner für alle Gewerke.

Die Feuerwehr hat erheblichen Investitionsbedarf

Wenn die Gemeinde Villenbach alles anschaffen würde, was die Feuerwehren laut der vorliegenden Liste brauchen, müsste sie 37.500 Euro hinlegen. Dass das nicht möglich ist, wissen die Ratsmitglieder, auch wenn der Haushaltsplan 2020 noch nicht beschlossen ist. So standen erst 10.000 Euro für die Feuerwehren im Raum. Letztendlich, weil das Thema Brandschutz so wichtig ist, fassten die Räte jedoch den Grundsatzbeschluss, dass kurzfristig 15.000 Euro für den Feuerwehrbedarf ausgegeben werden können. Was genau beschafft wird, besprechen der Bürgermeister und seine Stellvertreter erst einmal mit dem Hintergrund der Prüfung, ob eine Förderung möglich ist, und legen den Vorschlag dem Rat nochmals vor.

Der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung des Bebauungsplans „An der Lerchenbergstraße“ in Rischgau stimmten die Räte zu. Allerdings darf nur das geplante Einfamilienhaus gebaut werden, der Rest des betreffenden Grundstücks muss Grünland bleiben.

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Zwei Bauanträgen stimmte der Rat zu. Ein Wintergarten darf an ein bestehendes Wohnhaus in Beuren angebaut werden, nachdem hier lediglich die Terrasse überdacht wird. Der Anbau einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Bergehalle an die bestehende Halle nahe des Villenbacher Sportplatzes wurde ebenfalls gebilligt.

Mehr Diskussionen, aber letztlich doch Zustimmung, gab es bezüglich folgender Bauvoranfragen.

In ein Wohnhaus in der Nelkenstraße in Villenbach darf eine Dachgeschosswohnung mit Kniestockanhebung eingebaut werden, auch wenn das der Bebauungsplan eigentlich nicht zulässt. Der ist aber veraltet, sind sich die Räte einig, die sehen, dass hier Wohnraum geschaffen wird, ohne weitere Fläche zu verbrauchen. Aufgrund der Hanglage komme das Haus nach dem Umbau auch nicht so hoch heraus, wie es bei einer flachen Lage wäre.

Am Grundweg in Riedsend sollen auf einem Grundstück eine Gewerbehalle, ein Reihenhaus mit vier Wohneinheiten und Wohnmobilstellplätze für Urlauber oder Dauercamper entstehen. Ein anderer Bauherr möchte ein Einfamilienhaus mit Garagen errichten. Hier überlegt die Gemeinde, ob weitere Bauplätze in diesem Bereich ausgewiesen werden könnten. Doch bei allem kommt es darauf an, ob das Landratsamt die Genehmigung erteilen würde, dann könnte der entsprechende Bebauungsplan erstellt werden.

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