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31.07.2010

Rasend schnell im world wide web unterwegs

Langweids Bürgermeister Jürgen Gilg, M-net Geschäftsführer Anton Gleich, der Abgeordnete Eduard Oswald und LEW-TelNet-Geschäftsführerin Erna-Maria Trixl (von links) waren "Kabelträger" beim Start des Breitbandausbaus. Foto: Diller
Bild: Diller

Langweid "Die Zukunft liegt in der flächendeckenden Versorgung nicht nur der Großstädte, sondern auch der ländlichen Räume mit leistungsstarken Datennetzen," betonte der Bundestagsabgeordnete Eduard Oswald beim Spatenstich zum Breitbandausbau der Langweider Ortsteile Stettenhofen und Foret.

"Netze sind Standort-definierend," unterstrich der Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie und Vorsitzende des Beirats der Bundesnetzagentur die Bedeutung des zügigen Ausbaus der Kommunikations-Infrastruktur.

Bürgermeister Jürgen Gilg stimmte zu: "Ohne moderne DSL-Versorgung sind Wohnungen schlecht vermietbar, Gewerbegebiete nicht mehr denkbar." In Stettenhofen und Foret sind bisher größtenteils Internetanbindungen mit Bandbreiten von unter 1 Mbit/s möglich. Ab November steht den 1140 Haushalten und Gewerbebetrieben das World Wide Web mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde offen.

Glasfaserkabel werden mit Druckluft eingeblasen

Rasend schnell im world wide web unterwegs

"Mehr als vier Kilometer neue Glasfaser- und Kupferleitungen bilden nun die Basis des neuen Breitbandnetzes, das die LEW-Tochter TelNet mit dem Diensteanbieter M-net realisiert. An neun Punkten werden die vorhandenen Telefonleitungen mit dem Breitbandnetz der LEW TelNet verbunden. Die technische Umsetzung neuester VDSL-Technik wird von M-net übernommen.

Der schnelle Ausbau wird durch die vorhandene Infrastruktur ermöglicht," erklärte LEW-TelNet-Geschäftsführerin Erna-Maria Trixl. Im Bereich der neuen Ortsdurchfahrt Stettenhofen sind durchwegs Leerrohre verlegt, in die Glasfaserkabel mit Druckluft eingeblasen werden. Erdarbeiten werden so gering wie möglich gehalten. Wo der Untergrund es zulässt, werden die Kabel von Schächten aus im Verfahren der Spülbohrung verlegt, so Trixl. Die Hausanschlüsse bleiben davon unberührt, denn für den kurzen Weg in die Häuser kann das vorhandene Kabel genutzt werden.

Trotz günstiger Voraussetzungen werden hohe Investitionen fällig, an denen sich die beteiligten Unternehmen wie auch die Gemeinde Langweid beteiligen.

91 000 Euro vom Freistaat

Möglich wurde die Realisierung durch das Förderprogramm des Freistaates zum Ausbau der Breitbandversorgung im ländlichen Raum sowie durch Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung. "Von den auf die Gemeinde entfallenden 130 000 Euro fließen 91 000 Euro Zuschüsse, so dass sich der verbleibende Rest von 39 000 Euro gut schultern lässt," sagte Bürgermeister Gilg erfreut. Die Teilnahme an den "sehr aufwendigen Förderverfahren" habe sich gelohnt.

Interessierte können sich bereits jetzt bei der Gemeinde persönlich oder per E-Mail an gemeinde@langweid.de unter Angabe von Vor- und Zuname, Anschrift und Telefonnummer registrieren. Preise werden zeitnah veröffentlicht.

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