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01.10.2009

Realschul-Bücherei stellt auf EDV-Ausleihe um

Wertingen (hifi) - Weit mehr als 20 000 Bände, da kann man leicht den Überblick verlieren. Um diese Bücherflut noch besser in den Griff zu bekommen, wurde in der Realschule Wertingen das Inventarisierungs- und Ausleihsystem der lernmittelfreien Schulbücher auf EDV umgestellt.

Mit großem Engagement hatte Walter Pöhlmann mehr als zehn Jahre die lernmittelfreien Schulbücher der Realschule Wertingen betreut und versucht, alle Wünsche der Schüler und auch der Lehrkräfte zu erfüllen.

Doch als er Anfang des kürzlich abgelaufenen Schuljahres für lange Zeit ausfiel, wurde diese Aufgabe, zunächst kommissarisch, dann dauerhaft, zwei anderen Lehrkräften übertragen: Martina Gietl und Hilde Fischer.

Mit großem Elan gingen beide die neue Aufgabe an. Dabei fiel der Fachfrau und IT-Lehrerin des Teams, Martina Gietl, auf, dass die handschriftliche Dokumentation der Bücherausleihe nicht mehr zeitgemäß war. Somit kam sie zur Ansicht, eine elektronische Verwaltung der lernmittelfreien Bücher sei viel effektiver, schneller und übersichtlicher.

Realschul-Bücherei stellt auf EDV-Ausleihe um

Mit ihren Argumenten konnte sie Schulleiter Walter Conrad rasch überzeugen, der eine Umstellung befürwortete und unterstützte.

Die Realisierung dieses Planes war jedoch mit großem Aufwand verbunden. Zunächst einmal musste man sich auf die Suche nach einem geeigneten Computer-Programm begeben. Rückfragen bei anderen Schulen erwiesen sich jedoch als ergebnislos, da diese ihre Ausleihe noch nicht umgestellt hatten.

20 900 Bücher

Als schließlich ein Programm gefunden worden war, musste dies erst installiert werden, was der Systembetreuer und Beratungsrektor der Realschule, Willi Karl, bereitwillig und äußerst kompetent übernahm. Eine weitere große Herausforderung lag im Etikettieren aller 20 900 Schulbücher, also dem Versehen jedes einzelnen Buches mit einem für den Scanner lesbaren Strichcode - und die zusätzliche Sicherung dieser Etiketten.

Diese Aufkleber waren übrigens zuvor über den schuleigenen PC ausgedruckt worden. Wem dies bekannt vorkommt: Das System kann man sich durchaus wie beim Zahlen an einer Supermarktkasse vorstellen.

Eine weitere Schwierigkeit: Die meisten Schulbücher waren bis eine Woche vor Ferienbeginn noch in Umlauf. Ohne die tatkräftige Unterstützung vieler Kollegen und auch etlicher Schüler wäre dieses Projekt fast nicht möglich gewesen.

Wenn nun im neuen Schuljahr die Zusammensetzung der Klassen des Schuljahres 2009/10 feststeht und jeder Schüler elektronisch erfasst ist, weiß nach der Ausleihe "Kollege PC" sofort, wo jedes Buch zu finden ist - es sei denn, der Schüler hat es verloren! Und dagegen wurde noch kein Computer-Programm entwickelt!

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