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Glaube

26.11.2020

Renovierung der Kirche kostet 300000 Euro

Nach der aufwendigen und langen Innenrenovierung der Laugnaer Kirche wurde am Christkönigssonntag das Gotteshaus nun gesegnet.
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Nach der aufwendigen und langen Innenrenovierung der Laugnaer Kirche wurde am Christkönigssonntag das Gotteshaus nun gesegnet.

Das Gotteshaus in Laugna erhielt nun zum Patroziniumsfest den Segen

Die St. Elisabethkirche in Laugna präsentiert sich nach aufwendiger Innenrenovierung in neuem Glanz. Am Christkönigssonntag, dem Patroziniumsfest der heiligen Elisabeth, segnete Pater Tomasz das Gotteshaus. Dabei bedankte sich der Geistliche für die Glückwünsche anlässlich seines 50. Geburtstages. Weiter galt sein Dank allen, die bei der Kirchenrenovierung mitgeholfen hatten.

Kirchenpfleger Willi Kotschner erläuterte, was in der Renovierungsphase, die zwei Jahre andauerte, alles gemacht wurde. So seien in mehreren Kirchen der Diözese Teile von Stuckdecken herabgebrochen. Aus diesem Grund habe die Diözese ein Ingenieurbüro beauftragt, auch eine Standsicherheitsprüfung in der Kirche in Laugna durchzuführen. Dabei seien Mängel festgestellt worden. Kotschner berichtete, dass Längsrisse im zentralen Deckengemälde über dem Langhaus sowie im Gewölbe des Chores festgestellt worden seien. Hinzu kamen Risse über dem Chorbogen im Dachbereich. Für die weiteren Untersuchungen wurde 2016 ein weiterer Experte bestellt.

So wurde die Kirche auf Schädlingsbefall, Feuchtigkeit und Pilzbefall untersucht. Anschließend wurde ein Teilgerüst aufgebaut, um von Stuckateur Cornelius Holzbock und der Diplomrestauratorin Christine Hitzler die Schäden an der Boxhaut genau untersuchen zu lassen.

Dabei wurde festgestellt, dass der Stuck so brüchig war, dass er herabzufallen drohte. Kotschner erklärte: „Da gab es dann nur zwei Alternativen: Die Kirche schließen oder die Decke durch Anbringen eines Schutznetzes zu sichern.“ Man entschied sich für die zweite Variante, die Sicherung durch ein Schutznetz, um das Gotteshaus weiter offen zu lassen. Mit einer Hebebühne wurde ein Schutznetz angebracht. Nachdem die ganze Innenkirche eingerüstet war, wurde im Mai 2019 mit der Innenrenovierung begonnen.

Vielerlei Arbeiten mussten im Innenraum angegangen werden. So wurden die Bretter im Speicher freigelegt. Anschließend wurde der alte Farbanstrich im ganzen Kirchenraum entfernt. Danach kamen die Stuckateure, um den Stuck auszubessern und zu erneuern. Dabei arbeiteten Stuckateure und Kirchenmaler Hand in Hand zusammen. Ebenso die Kirchenrestauratorin, die die Gemälde an Decken und Wänden wieder neu auffrischte.

Wegen der Stabilisierung des Chorbogens durch eine Verpressung verzögerte sich die ganze Maßnahme um einige Monate. Über zwei Jahre dauerte schließlich die Renovierung. Dabei wurde die Baumaßnahme durch freiwillige Helferinnen und Helfer mit 380 Arbeitsstunden unterstützt.

Insgesamt kostete die Innenrestaurierung rund 300000 Euro. Allerdings gab es Zuschüsse von der Bischöflichen Finanzkammer in Höhe von 150000 Euro und eine großzügige Spende von 30000 Euro von der Familie Dieter Romakowski. Die Gemeinde Laugna hatte einen Zuschuss von 7000 Euro gewährt, von der Viermetz-Stiftung kamen 8000 Euro, und der Landkreis Dillingen beteiligte sich mit 10000 Euro. Das Landesamt für Denkmalpflege steuerte 3800 Euro bei. Weitere Spenden kamen von Firmen aus Laugna, den örtlichen Vereinen sowie von den Gläubigen.

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