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Villenbach

30.09.2018

Viele Kinder brauchen viel Platz in Villenbach

Der Villenbacher Kindergarten ist sehr gut belegt, so dass eine Gruppe bereits in den Turnraum ausweichen mutte und der Garten zu klein wird.
Bild: Winkelbauer

Der Kindergarten und ein Spielplatz für Riedsend beschäftigen die Menschen. Bei der Bürgerversammlung  in Villenbach ging‘s zudem ums Wasser und die Hausener Umgehung.

Vor vier Jahren hatten die Villenbacher Gemeindevertreter beschlossen, dass ein Jahr eine gemeinsame Bürgerversammlung für alle Ortsteile stattfindet. Im anderen Jahr stellt sich das Gemeindeoberhaupt dann in jedem Ortsteil den Fragen der Anwohner. So erläuterte Bürgermeister Werner Filbrich am Donnerstag den 72 Bürgern und Bürgerinnen aus dem Gesamtgemeindegebiet, die ins Gasthaus Tölk gekommen waren, unter anderem die Einwohnerzahlen. Mit 1275 zum Stichtag 30. Juni 2018 waren das 41 mehr als Anfang 2017. Die Kurve, die er zeigt veranschaulicht, dass es sogar mehr sind als 2015, als mit 1269 Einwohnern der bisherige Höchststand verzeichnet worden war.

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Dazu passt, dass der Kindergarten gut belegt ist. So gut, dass der Turnraum geöffnet wurde, um genug Platz für eine zweite Gruppe zu bieten. Zum Turnen gehen die Kinder in die Sporthalle des SV Villenbach. 36 Kindergarten- und sieben Krippenkinder sind es derzeit, was noch unter der Höchstgrenze von 40 Kindergarten- und zwölf Krippenkindern liegt. Andrea Langenmair findet die Zwei-Gruppen-Lösung super. Nur der Garten sei zu klein. Sie erläuterte: „Da ist es nicht möglich Fußball zu spielen, ohne andere anzuschießen.“ Bürgermeister Filbrich bat deshalb die Kinderleitung , ihn zur Elternbeiratssitzung einzuladen.

Unterschriftenliste für den Villenbacher Bürgermeister

Die Kinder liegen auch Joana Platzer am Herzen, die dem Bürgermeister eine Unterschriftenliste übergab. Die Riedsender hätten auch gerne einen Spielplatz für ihre Kinder. Sie spricht es an, als Filbrich ein Bild von den neu aufgebauten Geräten hinter dem Rischgauer Bürgerhaus zeigt. Den alten Sportplatz schlägt sie vor, zwischen Wengen und Riedsend. „Das wäre der beste Platz für die Wengener und die Riedsender Kinder“, meint sie. Dem steht jedoch laut Filbrich entgegen, dass dort oder am Wasserhaus im Frühjahr der Mast für den Digitalfunk errichtet wird. Der Bürgermeister nimmt die Hausaufgabe mit.

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Vor acht Wochen wurde der neue Tiefbrunnen in Betrieb genommen. Dazu gibt Filbrich ebenfalls Auskunft. Wer eine Filteranlage im Haus hat, merke laut Filbrich, dass das Wasser verschmutzt ist. Er blickt zurück: „Wir haben das Wasser 36 Stunden ausgepumpt, bevor der Brunnen ans Netz kam.“ Inzwischen wurden die Leitungen zum Teil nochmals durchgespült. Sorgen müsse sich keiner machen: „Das Wasser wurde untersucht, es ist nicht gefährlich.“ Da die Wasserqualität allerorts ständig in der Diskussion ist, fragte Walter Stegmiller nach Zahlen. Franz Hohenacker entgegnete, dass jedes Vierteljahr eine Großanalyse gemacht wird und betonte: „Die Nitratwerte sind bei uns kein Problem.“ Filbrich stimmte der Bitte von Stegmiller zu, dass die Zahlen im „Gmoidsboten“ veröffentlicht werden könnten. „Gibt es mal einen Tag der offenen Tür am neuen Brunnen, wenn alles fertig ist?“, fragte Helmut König. Filbrich versprach, das im Gemeinderat zu beratschlagen. „Doch da sieht man nicht viel“, stellte er klar.

"Schandflecken" in Villenbach

Altbürgermeister Mengele sprach verschiedene „Schandflecken“ im Ort an. Zum Beispiel die Anschlagtafeln am Ortseingang, oder den Bereich hinter dem Friedhof und Kindergarten, wo der Hundekot von den Gassigängern liegengelassen wird. Bezüglich der Ortsumfahrung Hausen, die Filbrich ebenfalls erläuterte (wir berichteten) meinte er, dass auch Villenbach eine solche brauchen würde: „Jede Mark für die Dorferneuerung Villenbach ist rausgeworfen, solange der Schwerlastverkehr nicht draußen ist.“ Bei der Planung der Hausener Ortsumfahrung wunderte sich Walter Stegmiller über die Kreuzungssituation, er sieht die Unfallgefahr, wenn die Hausener auf die Umgehung fahren oder von dort zurück in den Ortsteil. Filbrich wunderte sich, dass gerade er als Landwirt für einen Kreisverkehr plädiere. Dass der nicht geplant wurde, liege an dem Villenbacher Wunsch, so wenig Land wie möglich zu verbrauchen.

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