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Gemeinderat

02.05.2019

Wenn Badegäste ein stilles Örtchen brauchen...

Villenbacher stellen mobile Toilette zwischen zwei Weihern auf. Doch die ist nicht unbedingt billig

Zwischen dem Villenbacher und dem Riedsender Weiher wird ein mobiles Toilettenhäuschen aufgestellt. Die Gemeinde holt noch weitere Angebote ein, aber sobald klar ist, welches das beste ist, kann es laut Beschluss direkt bestellt und aufgestellt werden. Rund 30 Badegäste und Fischer sind regelmäßig an den Weihern, laut Zweitem Bürgermeister Reinhard Langenmair, der die Ratssitzung am Montag leitete. Die müssen sich auch einmal erleichtern.

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Im Rahmen eines Leader-Projekts werden Ökotoiletten – autarke wasserlose Komposttoiletten – mit wöchentlicher Reinigung gefördert, der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 40 Prozent. Die ist zwölf Jahre lang auch für den Unterhalt zuständig. Die Kosten lägen insgesamt bei rund 19400 Euro netto. Trotz Zuschuss ein stolzer Preis, meinen die Räte.

Das Vergleichsangebot einer mobilen Toilette, die alle zwei Wochen geleert wird, liegt dagegen bei knapp 600 Euro pro Saison, die von Anfang Mai bis Ende Oktober geht.

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Nach einer kurzen Diskussion darüber, ob die Fischer einen minimalen Beitrag zahlen sollen, ein eigener Bescheid aber einen unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand bedeuten würde, fasste Langenmair zusammen: „Bei der nächsten Pachtvergabe steht eventuell eine kleine Erhöhung an.“ Die Nutzung selbst kostet dem Einzelnen nichts.

Der SV Villenbach beantragte einen Zuschuss zur Förderung der Jugendarbeit. Unter anderem hat der Verein kürzlich Spielgeräte für die zwei Kinderturngruppen gekauft, auch zwei Kleinfeldtore für die Jugendfußball-Mannschaften müssen beschafft werden. 115 Kinder – 102 Fußball- und 13 Tischtennisspieler – sind aktiv im Villenbacher Sportverein. Langenmair erläuterte, dass dort Kinder aus dem gesamten Gemeindegebiet zusammenkommen. Um bei künftigen Anträgen eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, beschloss das Gremium, pro Kind einen Beitrag von fünf Euro für die Jugendarbeit beizusteuern.

Den Antrag des CSU-Ortsverbands, eine Solarbeleuchtung an den Fuß- und Radwegen Villenbach-Hausen und Riedsend-Wengen zu installieren, muss der Villenbacher Rat aus Kostengründen wohl ablehnen. Außer es gibt dafür einen hohen Zuschuss, Ratsmitglied Dieter Meißle wird noch bei Donautal Aktiv nachfragen. Laut Angebot der Lechwerke würde eine Leuchte rund 4000 Euro kosten, der Abstand läge bei rund 40 Metern. Meißle hat auch ein Vergleichsangebot eingeholt, ein ähnlicher Preis wurde ihm genannt. Das kann die Gemeinde nach Meinung der Ratsmitglieder nicht stemmen. Immerhin handelt es sich um insgesamt 34 Lampen, die nur etwa acht Jahre halten, bis zumindest der Akku ausgewechselt werden muss.

Eine Verkehrsschau, unter anderem mit Vertretern des Straßenbauamts, des Landratsamts und der Polizei soll zeigen, ob eine zentrale Bushaltestelle sinnvoll ist in Villenbach. Hier soll laut Vorschlag des Bauausschusses ein Fußgängerübergang von den Kirchentreppen Richtung Dorfplatz über die Hauptstraße führen. Bisher gibt es keinen Übergang, der gerade älteren Personen und kleineren Schulkindern Sicherheit beim Überqueren der viel befahrenen Straße bietet.

Die Räte überlegten auch, ob es sinnvoller wäre, wenn die Eltern einen Schulweghelferdienst organisieren würden. Der Vorschlag war eine Alternative zum Wunsch der Eltern, am Baugebiet „Am Kreuzacker“ eine weitere Bushaltestelle einzurichten.

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