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Weltwirtschaft
30.04.2019

China und USA setzen Handelsgespräche in Peking fort

Chinas Vize-Premierminister Liu He (Mitte) zusammen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer (links) und Finanzminister Steven Mnuchin in einem Pekinger Staatsgästehaus.
Foto: Nicolas Asfouri, afp/AP/dpa

Seit Monaten fliegen Delegationen zwischen Washington und Peking hin und her, um nach einer Lösung im Handelsstreit zu suchen. Es soll Fortschritte geben.

Im Handelsstreit zwischen den USA und China hat eine neue Gesprächsrunde begonnen. Finanzminister Steven Mnuchin und seine Delegation trafen am Dienstag zu den Verhandlungen in Peking ein. 

Er hoffe, dass beide Seiten in den nächsten zwei Gesprächsrunden an einen Punkt kämen, an dem klar sei, ob US-Präsident Donald Trump ein Deal empfohlen werden könne oder nicht, hatte Mnuchin vor seiner Abreise nach China am Montag in einem Fernseh-Interview gesagt. 

Nach den Treffen in dieser Woche in Peking ist bereits für kommende Woche die nächste Verhandlungsrunde in Washington angesetzt. Verlaufen die Gespräche positiv, könnte es danach zu einem Treffen von Trump und Chinas Präsidenten Xi Jinping kommen, wo dann ein Abkommen besiegelt werden soll. 

Seit Monaten liefern sich die USA und China einen Handelskrieg

Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt liefern sich seit Monaten einen beispiellosen Handelskrieg, der die Weltwirtschaft belastet. Die USA haben Sonderzölle auf Waren aus China im Wert von mehr als 250 Milliarden Euro erhoben. China reagierte mit Vergeltungszöllen.

Beobachter gehen davon aus, dass sich China im Rahmen eines Kompromisses verpflichten könnte, mehr US-Waren zu kaufen. Zudem erwartet Washington Maßnahmen für einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und ein Ende des zwangsweisen Technologietransfers für in China tätige US-Unternehmen. Als strittig gelte jedoch noch, mit welchen Maßnahmen sichergestellt werden kann, dass Peking gemachte Versprechen auch einhält. Laut Mnuchin seien in dieser Frage Fortschritte gemacht worden.

Chinesische Wirtschaft vom Handelsstreit stark belastet

Der Handelsstreit belastet die chinesische Wirtschaft. Nach einer Erholung im März hat sich die Stimmung im April wieder eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins Caixin fiel nach Angaben vom Dienstag von 50,8 Punkten im Vormonat auf 50,2 Punkte. Damit ist die Industrietätigkeit weiter expansiv, doch langsamer als zuvor. Neue Aufträge insgesamt gingen leicht zurück, sind allerdings noch im positiven Bereich. Mit nachlassender Nachfrage im Ausland gingen aber die neuen Exportaufträge zurück. 

"Allgemein zeigte Chinas Wirtschaft im April gute Widerstandsfähigkeit, stabilisierte sich aber auf einer schwächeren Grundlage und erreicht keinen Wendepunkt zum Besseren", sagte der Ökonom Zhong Zhengsheng. (dpa)

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