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Ende einer Nasa-Sonde

27.04.2015

Die altersmüde "Messenger" soll auf den Merkur stürzen

Die von der Weltraumsonde "Messenger" zur Erde gefunkte Aufnahme vom 14.01.08 zeigt rund die Hälfte der Hemisphäre des Planeten Merkur.
Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Carnegie Institution of Washington/ddp

Die Nasa-Sonde "Messenger" war mehr als zehn Jahre lang im All, um den Merkur zu erkunden. Am Ende ihrer verlängerten Mission soll die Sonde ihr Ende mit einem Sturz finden.

Mit einem spektakulären Ende soll sich Nasa-Sonde "Messenger" in wenigen Tagen aus dem Dienst verabschieden. Am 30. April 2015 wird sie laut Plan mit fast vier Kilometern pro Sekunde auf den Merkur stürzen, wenn ihr Treibstoff aufgebraucht ist. Auch wenn die "Messenger" nur rund drei Meter groß ist - die Sonde wird bei ihrem Aufprall auf den Merkur einen Krater mit 16 Metern Durchmesser hinterlassen.

"Messenger": Merkur-Mission begann 2004

Die "Messenger" hat Pionierarbeit geleistet, seit sie im August 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral die erste Merkur-Mission seit 30 Jahren startete. Die Vorläufer-Mission "Mariner 10" hatte nur die Hälfte des Planeten kartiert. Seit ihrem Start hat die "Messenger" zwölf Milliarden Meilen zurückgelegt, erst nach sieben Jahren kam die Sonde 2011 in der Umlaufbahn des Merkur an. Weil sich die Nasa-Sonde so gut schlug und genug Tank hatte, wurde ihre Mission zweimal um insgesamt vier Jahre verlängert.

Die "Messenger"-Mission war sehr erfolgreich. Insgesamt hat die Nasa-Sonde mehr als 250.000 Fotos aufgenommen und viele Terrabyte Daten abgespeichert. Diese müssen nun analysiert werden, um sämtliche Informationen über den Merkur zu entschlüsseln. Viel Zeit für einen Abschied werden die Nasa-Wissenschafter nicht haben, wenn die "Messenger" auf den Merkur stürzt. Denn die Sonde wird auf die erdabgewandte Seite des Planeten stürzen, wenn schon seit 10 Minuten kein Kontakt mehr besteht. dpa/sh

Um die Sonne Kreisen zunächst die Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Sie gehören zu den terrestrischen Planeten, da sie  aus festen Stoffen bestehen. Weiter außen kreisen die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie bestehen überwiegend aus leichten Stoffen wie Wasserstoff und Helium.
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