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Weltkrebstag 2020

04.02.2020

Forscher: Erkrankungen werden sich in nächsten Jahren verdoppeln

Die Zahl der Krebs-Erkrankugen wird sich in den kommenden Jahren deutlich erhöhen, schätzt der Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums, Michael Baumann, ein.
Bild: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

Am 4. Februar ist der Weltkrebstag 2020. Anlässlich des Datums hat sich der Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums, Michael Baumann, zu Neuerkrankungen geäußert.

Die Anzahl der Krebserkrankungen auf der Welt wird sich nach Einschätzung des Chefs des Deutschen Krebsforschungszentrums, Michael Baumann, in den kommenden 20 Jahren fast verdoppeln. Gründe seien die wachsende und älter werdende Weltbevölkerung, aber auch "Lebensstilfaktoren", sagte Baumann am Montag in Berlin. Für Deutschland erwarte man einen Anstieg der jährlichen Neuerkrankungen von derzeit 500.000 auf 600.000 Fälle.

Zum Weltkrebstag an diesem Dienstag rief Baumann die Menschen zu einer gesundheitsbewussteren Lebensweise auf. "Nach heutigem Wissensstand könnte man, wenn man alles das einhält, was wir derzeit wissen, tatsächlich 40 Prozent der Krebserkrankungen durch primäre Prävention verhindern."

Baumann nannte Dinge, die zwar viele Menschen wüssten, die aber trotzdem nicht besonders gut umgesetzt würden: nicht Rauchen, kein Übergewicht, körperliche Aktivität, gesunde Ernährung, wenig oder kein Alkohol und "alle Impfungen und Vorsichtsmaßnahmen wahrnehmen, die gegen Krebserkrankungen empfohlen werden".

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Weltkrebstag 2020: Rund ein Drittel der Krebserkrankten sterben in den ersten fünf Jahren

In Deutschland überlebten derzeit 65 Prozent aller an Krebs erkrankten Menschen für mindestens fünf Jahre. Damit sei Deutschland zwar international ganz weit vorn. Das bedeute aber auch, "dass 35 Prozent aller Mitbürger, die an Krebs erkranken, eben nicht fünf Jahre überleben". Baumann plädierte für "große Forschungsanstrengungen" in allen drei Bereichen: Prävention, Früherkennung und Therapien.

Die Bundesregierung hatte vor einem Jahr die "Nationale Dekade gegen Krebs" ins Leben gerufen, um die Krebsforschung besser zu vernetzen. Mit bis zu 62 Millionen Euro würden Studien gefördert, die die Praxis in der Prävention, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen entscheidend verbessern sollten, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: 83-Jähriger war auf Tod vorbereitet - dank Immuntherapie lebt er fast unbeschwert.

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