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RKI warnt vor Überschätzung von Selbsttests in der Pandemie-Bekämpfung
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Influenza-News

22.01.2019

RKI: Jetzt kommt die Grippewelle 2019

Die Grippewelle 2019 steht unmittelbar bevor. Davon geht das Robert Koch Institut (RKI) aus.
Bild: Maurizio Gambarini (dpa)

Die Grippewelle 2019 steht aktuell unmittelbar bevor. Davon geht das Robert Koch-Institut aus. Wie heftig die Influenza diesmal zuschlagen wird, ist unklar.

Ist es nur eine Erkältung - oder eine echte Grippe? Diese Frage werden sich in den kommenden Wochen wieder Tausende Menschen in Deutschland stellen - zu Recht. Denn bei Symptomen wie Husten, Schnupfen und starkem Fieber steigt die Wahrscheinlichkeit, es mit einer echten Influenza zu tun zu haben.

Wie die Experten des Robert Koch Instituts berichten, steht die Grippewelle 2019 nun unmittelbar bevor. Damit dürfte die Zahl der Neuerkrankungen dann sprunghaft steigen. Denn bisher hielt sich die Zahl der Influenza-Fälle in Deutschland noch in Grenzen, die der RKI-Wochenbericht zeigt:

  • In der zweiten Meldewoche 2019 wurden dem RKI bislang 1.263 bestätigte Grippe-Fälle gemeldet.
  • In 309 Fällen mussten die Betroffenen in ein Krankenhaus.
  • Zwölf größere Grippe-Ausbrüche mit mehr als fünf Betroffenen wurden bisher gemeldet, darunter sechs Ausbrüche in Krankenhäusern, und zwei in Kindergärten und Horten.
  • Von Oktober 2018 bis Mitte Januar 2019 wurden insgesamt elf Todesfälle mit Grippe-Infektion in Deutschland registriert.

Die Grippewelle 2017(2018 war früher losgegangen, nämlich bereits Anfang Dezember 2017. Weil die Grippewelle in den folgenden Wochen sehr heftig verlief, ließen sich im Herbst vergangenen Jahres deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren gegen Grippe impfen. In der Folge war es sogar bei der Impfstoff-Lieferung eng geworden - Deutschland musste tausende Impfdosen aus anderen Ländern importieren. Mehr als 15 Millionen Dosen sind insgesamt bereits verwendet worden.

In der vergangenen Saison waren rund neun Millionen Menschen wegen einer Influenza-Erkrankung zum Arzt gegangen. Vermutlich starben mehr als 20.000 Menschen durch Grippe, vor allem Ältere mit Vorerkrankungen.

Symptome: Was ist der Unterschied zwischen Grippe und Erkältung?

  • Eine Erkältung entwickelt sich schleichend, eine Grippe schlägt dagegen rasch und hart zu. Grippekranke fühlen sich schnell sehr krank.
  • Eine Erkältung ist oft innerhalb einer Woche vorbei. Auch bei einer Grippe lassen die schlimmsten Beschwerden binnen einer Woche spürbar nach. Allerdings kämpfen Betroffene oft noch länger mit Erschöpfung und Husten.
  • Kopfweh, Schleim in der Nase, Fieber und schmerzende Glieder - einige Symptome haben Erkältung und Grippe gemeinsam. Doch eine Grippe wirkt sich mehr auf den ganzen Körper aus. Kein Appetit, starke Müdigkeit, hohes Fieber - auch über 40 Grad - sind typisch. Bei Babys und Kleinkindern können Magen-Darm-Beschwerden dazukommen.

Wirkt die Grippeschutzimpfung bei der aktuellen Grippewelle 2019?

Die Komponenten des diesjährigen Impfstoffs passen gut zu den bislang entdeckten Viren des Typs A, so das RKI. Wer sich jetzt noch impfen lässt, muss allerdings bis zu zwei Wochen warten, bis der Impfschutz aufgebaut ist. Allerdings gibt es auch eine andere Möglichkeit, sich zu schützen: Grippe-Viren übertragen sich unter anderem im Kontakt zu anderen Menschen. Regelmäßiges und gründlichen Händewaschen kann die Ansteckungsgefahr reduzieren. (AZ)

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