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Sonnenflieger
20.06.2016

Solar Impulse 2 überquert Atlantik: Fakten zum längsten Etappenflug

Bertrand Piccard kann in dem Solarflieger nur sitzen oder liegen.
Foto: Trevor Collens afp

Der Sonnenflieger "Solar Impulse 2" ist von New York aus zu seinem Atlantik-Überflug gestartet. Mit rund 90 Stunden ist es die bislang längste Etappe der Weltumrundung.

Mit dem Sonnenflieger einmal um die Welt - das ist der große Traum der Schweizer Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg. 14 Etappen und den Pazifik haben sie seit dem Start im vergangenen März im Golfemirat Abu Dhabi schon hinter sich. Jetzt steht die letzte riesengroße Herausforderung an: Der Flug mit der "Solar Impulse 2" über den Atlantik. Am Montag um 02.30 Uhr Ortszeit (08.30 Uhr MESZ) ist "Solar Impulse 2" zu seinem bislang längsten Etappenflug aufgebrochen.

Wie lange braucht der Sonnenflieger für die Überquerung?

Für die rund 5700 Kilometer von New York ins spanische Sevilla hat Pilot Bertrand Piccard etwa 90 Stunden eingeplant. Eine Schönwetter-Periode macht den Flug möglich, bei dem es sich nach Angaben der Piloten um die erste solar- und elektrobetriebene Atlantiküberquerung handelt.

Wie wird der Flug ablaufen?

Piccard kann in der gerade mal 3,8 Quadratmeter kleinen Pilotenkanzel quasi nur sitzen oder liegen. Hin und wieder legt er höchstens 20-minütige Schlafpausen ein. Kollege André Borschberg überwacht den Flug von einem Kontrollzentrum in Monaco aus.

Wie funktioniert der Sonnenflieger?

Angetrieben wird das aus Karbonfasern gebaute 2,3 Tonnen schwere Flugzeug mit einer Spannweite von 72 Metern völlig ohne Treibstoff. Stattdessen verfügt es über 17 248 Solarzellen sowie vier Propeller und Batterien. Er fliegt mit Sonnenenergie, kann diese aber auch in Batterien speichern und deshalb auch nachts vorwärts kommen. Zwölf Jahre wurde der Flieger entwickelt und gebaut, bevor es losgehen konnte.

Wer sind die Piloten?

Abenteurer, Ingenieure und Flugpioniere aus der Schweiz. Piccard ist zudem Spross einer prominenten Forscherfamilie: Sein Großvater stieg 1931 mit einem Ballon in die Stratosphäre auf. 1953 tauchte er mit einem U-Boot mehr als 3100 Meter unter der Meeresoberfläche. Piccard machte schon 1999 Schlagzeilen, als er mit dem Briten Brian Jones in einem Ballon im Non-Stop-Flug die Erde umrundete. Hinter Piccard und Borschberg steht zudem ein etwa 90-köpfiges Team aus Ingenieuren, Unterstützern und Geldgebern.

Warum machen sie das Ganze?

Als Abenteuer, aber vor allem auch um für erneuerbare Energien zu werben. "Wir alle könnten auch am Boden die gleichen Technologien einsetzen, um den weltweiten Energieverbrauch zu halbieren, die natürlichen Ressourcen zu schonen und unsere Lebensqualität zu verbessern", schreiben die beiden Piloten auf der Webseite des Projekts. dpa/afp/AZ

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