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Firmenjubiläum

29.04.2015

70 Jahre in Fahrt und kein bisschen reisemüde

Das Familienunternehmen Efinger-Bus ist seit 70 Jahren in Aichach fest verankert: (von links) Tochter Isabella Ziegler, Nichte Barbara Albin, die Seniorchefin Theresia und Josef Ziegler, die Söhne Luca und Massimo sowie das Ehepaar Martina und Josef Ziegler jun.
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Das Familienunternehmen Efinger-Bus ist seit 70 Jahren in Aichach fest verankert: (von links) Tochter Isabella Ziegler, Nichte Barbara Albin, die Seniorchefin Theresia und Josef Ziegler, die Söhne Luca und Massimo sowie das Ehepaar Martina und Josef Ziegler jun.

Das Busunternehmen Efinger aus Aichach feiert sein Jubiläum und stellt den neuen 500 PS starken Doppeldeckerbus vor.

Der erste Bus kostete 3000 Mark, hatte 65 PS und blieb gleich bei der ersten Fahrt von Aichach nach München am Gallenbacher Berg hängen. Die Fahrgäste mussten aussteigen und schieben. Das war anno 1945, als Gründerchef Georg Efinger gleich nach Kriegsende drei Busse erstand, den Linienverkehr zwischen Aichach und München begann und damit den Grundstein für ein florierendes Busunternehmen legte. Am Sonntag stellte Juniorchef Josef Ziegler die neueste Errungenschaft anlässlich des 70-jährigen Firmenbestehens vor: Ein brandneuer 500 PS-Doppeldecker-Reisebus. Wert: 450 000 Euro.

Die Erfolgsgeschichte der Firma Efinger, die seit 70 Jahren tief in der Stadt Aichach verwurzelt ist, kommt nicht von ungefähr. Bürgermeister Klaus Habermann und Landrat Karl Metzger hoben als Festredner den Fleiß, die Seriosität, die Zuverlässigkeit und den unternehmerischen Weitblick des Familienunternehmens in der dritten Generation hervor. Die kontinuierliche Entwicklung vom ursprünglich bescheidenen Fuhrpark zum derzeit großen Unternehmen mit mehreren Reise- und Linienbussen, einem Fernlinienbus, dem neuen vier Sterne Doppeldecker-Reisebus sowie eines breit aufgestellten touristischen Angebots sei einer Unternehmensphilosophie zu verdanken, die ihresgleichen suche, so Habermann.

Von seinem Onkel Georg Efinger übernahm der heute 83-jährige Seniorchef Josef Ziegler mit seiner Frau Theresia 1985 das Unternehmen. Das rüstige Paar ist nach wie vor in der Firma engagiert. Seit dem Jahr 2000 leitet ihr Sohn Josef Ziegler als alleiniger Geschäftsführer das Unternehmen, tatkräftig unterstützt von seiner Frau Martina. Efinger trage den Namen der Stadt Aichach in die weite Welt, betonte der Bürgermeister, und verwies damit auf die europaweiten Reiseziele, die die Efinger-Busse übers Jahr ansteuern. Für Landrat Karl Metzger ist das starke mittelständische Unternehmen „ein Glücksfall“ und garantiere zahlreiche Arbeitsplätze.

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Den hohen Geburtstag feierten die Zieglers in gebührendem Rahmen. Die über 1000 Besucher wurden perfekt verköstigt, für Unterhaltung sorgten „Hausmeister“ Gerd Schnitzel und Tobi van Deisner als Ballon-Künstler. Die Kinder erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Der Original-Reisebus des FC Bayern München – leider ohne die frisch gebackenen Meisterspieler – sorgte für Aufmerksamkeit. Ehrengäste aus der Lokalpolitik, den ansässigen Betrieben und Banken sowie Vertreter der Herstellerfirma MAN/Neoplan überbrachten ihre Glückwünsche.

Josef Ziegler sen. und jun. ließen die Firmengeschichte kurz Revue passieren. Der Juniorchef bedankte sich im Anschluss bei allen Kunden für ihr großes Vertrauen in das Unternehmen. „Wir stehen parat für die Zukunft“, so Ziegler und verwies auf die Partnerschaft mit dem Fernlinienverkehr MeinFernbus. Wahrscheinlich, so Ziegler, werden auf der Strecke Augsburg – Berlin ab August auch die Zwischenstationen in Aichach und in Schrobenhausen angeboten. Eine Aufwertung des Standorts.

Im Fokus der Öffentlichkeit stand der brandneue Doppeldecker-Reisebus, der unter einigem Aufwand direkt auf dem Firmengelände an der Fritz-Mayer-Straße den gespannten Besuchern vorgestellt wurde. Es sei dies das allererste in Deutschland ausgelieferte Exemplar in der Größe, das mit 76 Sitzplätzen den modernsten Komfort biete, so Ziegler. Davon überzeugten sich zahlreiche Gäste, denen eine erste kurze Fahrt bis in die Innenstadt angeboten wurde. Aussteigen und schieben wie vor 70 Jahren musste natürlich kein Fahrgast...

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