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Gemeinderat II

23.05.2015

Abwasserkanäle in Ortsteilen müssen erneuert werden

Beauftragtes Büro hat zwei Kilometer Rohre rund um Schiltberg untersucht

Über zwei Kilometer Kanal hat das Ingenieurbüro Mayr aus Aichach in der Gemeinde Schiltberg mit ferngesteuerten Kameras befahren, um eine bauliche Zustandsbewertung zu erstellen. Die Gemeinde möchte somit nötige Kanalarbeiten in die anstehenden Straßenbausanierungen in den Ortsteilen Allenberg, Rapperzell und Ruppertszell mit aufnehmen. Geschäftsführer Rupert Mayr stellte dem Gemeinderat jetzt die Ergebnisse vor.

So konnten die Ingenieure in Allenberg insgesamt 900 Meter Kanal einsehen, wobei der Mischwasserkanal nur geringe Mängel aufweise, welche mit einem Roboter beseitigt werden könnten. Was den Regenwasserkanal betrifft, so sind vor allem im Bereich der Aichacher Straße größere Mängel in Form von starken Wurzeleinwüchsen, sowie teilweiser Verwendung von Rohren mit geringerem Durchmesser in seiner hydraulischen Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt, hieß es. „Eine grabenlose Sanierung ist aufgrund der Schadenbilder nicht möglich“, berichtete Mayr. Beim Mischwasserkanal in Rapperzell wurde vom Ingenieurbüro eine hydraulische Überrechnung des Kanals empfohlen, um die Auslastung ermitteln zu können.

Der Kanal in der Markusstraße entspricht teilweise mit einem zu geringen Durchmesser nicht den Regeln der Technik, so die Ingenieure. Sollte die Überrechnung eine Überlastung des Kanals aufzeigen, wird ein Neubau empfohlen. Der Regenwasserkanal konnte aufgrund des schlechten Zustands nicht komplett untersucht werden. Laut Ingenieurbüro lasse dieser eine Sanierung nicht mehr zu. Es wurde eine Erneuerung in offener Bauweise empfohlen.

In Ruppertszell besteht lediglich ein Mischwasserkanal, welcher zwischen dem Kirchweg und der St.-Michael-Straße über ein Privatgrundstück verläuft.

In diesem Bereich ist ein Anschluss völlig eingebrochen, wie die Untersuchungen ergaben. Auch im weiteren Verlauf weist der Kanal mehrere Schadstellen auf. „Die beste Lösung wäre hier ein Neubau mit gleichzeitiger Umverlegung des Kanals auf öffentlichen Grund“, empfiehlt Rupert Mayr.

Das Gremium hat wegen der Ausführungen beschlossen, als erstes vom Ingenieurbüro Mayr für die Misch- und Regenwasserkanäle in Rapperzell und Ruppertszell die nötigen hydraulischen Überrechnungen durchführen zu lassen. Nach der Vorlage der Überrechnung möchte sich der Gemeinderat Schiltberg ausführlich über die durchzuführenden Sanierungsmaßnahmen beraten. (sws)

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