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Aichach-Friedberg

24.04.2020

Adelzhausen will für Großprojekt 2021 Kredit aufnehmen

Der Bau der neuen Kindertagesstätte, die an die Turnhalle anschließen wird, ist der größte Investitionsbrocken der Gemeinde Adelzhausen in diesem Jahr. 2021 soll dafür ein Kredit aufgenommen werden.

Plus Der Gemeinderat Adelzhausen beschließt den Haushalt für 2020: Für das größte Projekt soll 2021 ein Kredit aufgenommen werden.

Erst mal abwarten, wie sich die finanzielle Lage aufgrund des Coronavirus' entwickelt, will die Gemeinde Adelzhausen. Den Haushalt passte Kämmerin Claudia Naßl zwar teilweise an die Ergebnisse des Vorjahres an, ging vor allem bei den Steuereinnahmen aber noch von den geplanten Zahlen aus. Heuer bleibt Adelzhausen zwar noch schuldenfrei. Doch 2021 soll sich das ändern.

Für das größte Projekt, den Anbau an die Kindertagesstätte, plant die Kämmerin im Jahr 2021 einen Kredit ein. Insgesamt knapp vier Millionen Euro will die Gemeinde heuer investieren. Um diese Summe ohne Kredit stemmen zu können, entnimmt sie den Rücklagen knapp 2,6 Millionen Euro. Die schrumpfen damit von 3,3 Millionen auf rund 770.000 Euro. Finanziert wird damit unter anderem der Grunderwerb für das Baugebiet „Heretshausen Mitte“ (400.000 Euro) und die Straßenerschließung (100.000 Euro). Auch ein Kanalanschluss (200.000 Euro) für den geplanten Supermarkt am Mühlweg ist vorgesehen.

Die neue Kläranlage schlägt mit 500.000 Euro zu Buche. So viel macht der Investitionskostenanteil aus, den die Gemeinde an das Kommunalunternehmen zahlt, das die Kläranlage plant und baut. Für allgemeine Kanalsanierungsmaßnahmen sind im Haushalt 455.000 Euro veranschlagt. Neu im Haushalt ist der Posten Sonderrücklage beim Abwasser. Der Gemeinderat hatte sich bei der Berechnung der neuen Gebühren für eine Variante entschieden, bei der ein Teil der Einnahmen in die Rücklage fließen würde (wir berichteten). Knapp 50000 Euro macht das heuer aus.

Dieses Jahr würden die Adelzhauser für das Abwasser zwei Gebührenbescheide bekommen, teilte die Kämmerin mit. Voraussichtlich in der kommenden Woche gehen die Abrechnungen für das vergangene Jahr raus. Der Verbrauch ist hier noch nach der alten Gebührenordnung abgerechnet. Später im Jahr folgen die Bescheide über die Vorauszahlungen für heuer mit der neuen gesplitteten Abwassergebühr.

Das größte Projekt der Gemeinde, die neue viergruppige Kindertagesstätte, wirkt sich finanziell erst im kommenden Jahr voll aus. Heuer sind im Haushalt von den knapp vier Millionen Euro Kosten insgesamt rund 500.000 Euro veranschlagt. Nächstes Jahr werden dann der Löwenanteil von rund 3,5 Millionen Euro fällig sowie weitere 300.000 Euro für die Ausstattung der Einrichtung. Einen kleinen Teil davon plant Kämmerin Naßl mit Rücklagen zu finanzieren, den Rest mit einem Kredit über etwa 1,2 Millionen Euro.

Bei der Kalkulation des Haushaltes habe sie mögliche wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht groß berücksichtigt, sagte Naßl. Bei der Gewerbesteuer setzte sie vorsichtshalber mit 750.000 Euro den gleichen Wert wie im Vorjahr an. Tatsächlich nahm die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 890.000 Euro Gewerbesteuer ein. Die Kämmerin zum Gemeinderat: „Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt und dann reagieren.“

Weitere Themen der Gemeinderatssitzung in Adelzhausen:

Jahresrechnung genehmigt: Keine Beanstandungen gab es bei der Jahresrechnung 2019. Der Gemeinderat stimmte den außerplanmäßigen Ausgaben von rund 4500 Euro zu.

Spenden angenommen: Spenden in Höhe von 483 Euro gingen in den ersten drei Monaten des Jahres bei der Gemeinde ein. 130 Euro sind für die Kindertagesstätte gedacht, der Rest für den Waldkindergarten. Der Gemeinderat nahm sie an.

Neue Hundetoilette: Auf dem Feldweg, der von Irschenhofen Richtung Holzgrub führt, wird die Gemeinde eine Hundetoilette aufstellen.

Bauanträge genehmigt: An zwei Zweifamilienhäuser in der Mühlenstraße in Heretshausen und im Lärchenweg darf angebaut werden. Der Gemeinderat stimmte beiden Bauanträgen zu.

Gemeinderäte verabschiedet: 30 Jahre lang hatte Franz Schmaus dem Adelzhauser Gemeinderat angehört, war zwölf Jahre lang Zweiter Bürgermeister gewesen. „Ich bin froh, dass ich dich gehabt habe“, sagte Bürgermeister Lorenz Braun. In der Sitzung am Dienstag verabschiedete er ihn mit einer Urkunde. Ebenso wie Hermann Setzmüller, der dem Gremium 24 Jahre angehört hatte, und Peter Gerrer (zwölf Jahre). Alle drei hatten bei der Gemeinderatswahl nicht mehr kandidiert.

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