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Aichach-Friedberg: Sankt Martin und das gestohlene Fahrrad

Kommentar Von Carmen Jung
12.11.2018

Einem Musikanten platzt auf dem Weg von Aichach zu einem Laternenumzug der Fahrradschlauch. Später ist das Rad weg. Oder doch nicht?

Die Laternenumzüge mit den Kindern sind noch gar nicht so lange her. Doch heute haben die Teenager-Söhne daran kein Interesse mehr. Der Vater aber, der sein Soll an Martinsgesängen eigentlich längst erfüllt hat, rückt wieder aus, wenn Martinstag ist. Denn als Mitglied des Musikvereins einer Nachbargemeinde ist er als musikalische Begleitung gefragt. Weil die Familie das Auto braucht, schnallt er sich an diesem dunklen Novemberabend den Trompeten-Rucksack auf den Rücken und radelt in Aichach los. Dummerweise platzt nach einigen Kilometern der Reifenschlauch. Zum Glück jedoch erbarmt sich ein Autofahrer, legt einen Umweg ein und bringt den Trompetenspieler gerade noch rechtzeitig zum Umzug.

Das Radl hat der Vater derweil verschlossen und möglichst unauffällig in den Straßengraben gelegt. Nachdem alle Martinslieder gespielt sind, will der Vater sein Radl wieder holen. Doch der Schrecken ist groß: Das nicht ganz billige Geburtstagsgeschenk ist weg – gestohlen. Der Vater ärgert sich mordsmäßig und ruft bei der Aichacher Polizei an. Und, oh Wunder: Sie hat das Rad in ihrer Obhut. Ein guter Mensch hat es aus dem Graben geholt und vorsorglich zur Inspektion gebracht. Eine gute Tat zum Martinstag, für die sich der Urheber eine Martinsgans verdient hat. Mindestens.

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