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Aichach baut für Verwaltung und für Bürger

Kommentar Von Claudia Bammer
26.01.2019

Der Anbau am Tandlmarkt kostet viel Geld - Warum der Stadtrat trotzdem dafür ist

Die Aichacher Stadtverwaltung braucht mehr Platz. Das ist unstrittig. Der Erweiterungsbau, den die Stadt nun in eigener Sache neben dem Verwaltungsgebäude am Tandlmarkt plant, trägt dem Rechnung. Im Stadtrat ist sie deshalb völlig unumstritten. Seit Donnerstagabend liegen nun erste Kostenschätzungen auf dem Tisch. 5,4 Millionen Euro für den Neubau ist ein großer Batzen. Dennoch hat dieser Betrag im Stadtrat keinen Aufschrei ausgelöst. Angesichts dessen, was die Stadt dafür bekommt, erscheint diese Summe nicht zu hoch. Luxus sieht anders aus.

Die Mitarbeiter der Stadt werden den Neubau sehnlichst erwarten. Aber auch für die Bürger, die in der Verwaltung zu tun haben, wird er einiges verbessern: angefangen vom Bürgerbüro im Erdgeschoss als zentrale Anlaufstelle, bei der viele Anliegen erledigt werden können, bis hin zum großen Trauzimmer, das dem Trend Rechnung trägt, die standesamtliche Hochzeit in größerer Gesellschaft als in früheren Zeiten zu feiern. Das Bauamt, das mehr als gut ausgelastet ist, bekommt mehr Platz. Und auch ein rund um die Uhr zugängliches Behinderten-WC steht einer Stadt wie Aichach gut zu Gesicht.

Bauamt und Architekten weisen allerdings zu recht darauf hin, dass es sich nur um Schätzungen handelt. Ob es bei diesen Beträgen bleibt, werden erst die Ausschreibungen zeigen. Da hat die überhitzte Baukonjunktur in jüngster Zeit oft für böse Überraschungen bei den Kommunen im Wittelsbacher Land gesorgt: Wenn überhaupt Angebote eingegangen sind, lagen sie häufig weit über den erwarteten Kosten. Deshalb ist es gut, dass die Stadt trotz der Raumnot Druck rausnimmt und sich für den Bau mehr Zeit lässt. Die Bayerische Landesausstellung 2020, wegen der der Bau geschoben werden soll, könnte der Stadt nicht nur tausende Besucher aus ganz Bayern bescheren, sondern auch noch Geld sparen.

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