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Aichach

20.10.2020

Aichacher Filmwoche startet mit einem bayerischen Roadmovie

Standen dem Publikum der Filmwoche Rede und Antwort: Stephanie Liebl, Julian Wittmann, Thomas Wittmann, Andrea Hailer von Majestic Sunseitn und Rotary-Präsident Stefan Lesny.
Bild: Alice Lauria

Plus Die Aichacher Filmwoche des Rotary-Clubs Schrobenhausen-Aichach dreht sich diesmal um das Thema "Stadt und Land". Dazu passt perfekt der Film zum Auftakt.

Mit einem besonderen Film startete am Montagabend im Kino Cineplex die Aichacher Filmwoche, die coronabedingt abgespeckte Version des Aichacher Filmfestivals. Bei der Benefizveranstaltung zeigt der Rotary-Club Schrobenhausen-Aichach bis Samstag, 24. Oktober, insgesamt acht Filme zum Thema "Stadt und Land" und empfängt dazu die verschiedensten Gäste. Zum Auftakt lief "Ausgrissn! In der Lederhosn nach Las Vegas", eine autobiografische Reisedokumentation von und mit Julian und Thomas Wittmann aus Lengdorf im Landkreis Erding.

Die Filmwoche dient nicht allein der Unterhaltung. Wie Rotary-Präsident Stefan Lesny erklärte, sollen die Einnahmen international einem ukrainischen neurologischen Kinderkrankenhaus für drei neue Beatmungsgeräte zugutekommen. Auf regionaler Ebene will der Club Projekte für Kinder und Ältere unterstützen. Welche, ist noch nicht abschließend entschieden.

Julian (links) und Thomas Wittmanns Roadmovie "Ausgrissen! In der Lederhosn nach Las Vegas" lief jetzt zur Eröffnung der Aichacher Filmwoche.
Bild: Alice Lauria

Mit dem Thema der Filmwoche "Stadt und Land" greifen die Veranstalter den Titel der Bayerischen Landesausstellung "Stadt befreit. Wittelsbacher Gründerstädte" in Teilen auf. Wichtig sei hier den Kontrast zwischen Stadt- und Landleben darzustellen, so Lesny.

Passend zum Motto zeigt der sehr amüsante Low-Budget-Film "Ausgrissen! In der Lederhosn nach Las Vegas" um die Brüder Wittmann mit einfachen Mitteln und atemberaubenden Bildern eben diesen Kontrast zwischen dem beschaulichen Lengdorf, den schier endlosen leeren Weiten der USA und den Millionenmetropolen New York und Las Vegas. Stadt und Land eben.

Die Idee ist im Biergarten entstanden

Die Idee zu dem Film kam den beiden im Biergarten vor zwei Jahren. Nach diversen Maß Bier, also im wahrsten Sinne eine Schnapsidee, sagt Julian Wittmann im Anschluss an den Film. Die beiden jungen Männer waren im August 2018 auf ihren beiden Mopeds der Marke Zündapp aus den Baujahren 1968 und 1969 mit einem Anhänger in ihrer Heimatgemeinde gestartet, um letztendlich 12.000 Kilometer zurückzulegen.

Tatsächlich mit jeweils nur einer einzigen Lederhose haben die beiden die 12.000 Kilometer zurückgelegt. Zum Vergleich zeigen sie eine identische neue Hose links.
Bild: Alice Lauria

Von Lengdorf geht es über München nach Antwerpen, dort auf ein Containerschiff und mit diesem nach New York. Nach einigen Tagen im Big Apple startet die Reise Richtung Westen. Begleitet werden die beiden während der dreimonatigen Reise von einem dreiköpfigen Kamerateam, welches die Landschaft und die spannenden Begegnungen während des gesamten Roadtrips der Brüder auf Zelluloid bannt. Dies erklären die Brüder auf Nachfrage eines Zuschauers, der wissen wollte, wie es gelungen ist, den Eindruck vollkommener Einsamkeit zu vermitteln und dabei gleichzeitig so gute Landschaftsaufnahmen zu bekommen. Unter den neuen Bekanntschaften der beiden sind ein Hillbilly und ein wegen Totschlags gesuchtes Mitglied der Motorradgang Hells Angels.

Auch Kabarettistin Monika Gruber taucht auf

In einem Spielfilmteil des Films wird als Rahmen zum eigentlichen Roadmovie gezeigt, wie die Wittmanns den Film in ihrem Heimatort in einer Wirtschaft zeigen wollen, was wiederum erst mal auf wenig Begeisterung stößt und eher für Spott sorgt. Die Tochter der Wirtin, das Mädchen Kathl, wird von Stephanie Liebl gespielt, die am Montagabend gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern ins Aichacher Kino kam. Als bekanntes Gesicht sorgt im Film Kabarettistin Monika Gruber für einige Lacher.

So sieht in ein voller Kinosaal aus, kommentiert Rotary-Präsident Stefan Lesny den Anblick des coronakonformen Kinosaals.
Bild: Alice Lauria

Nach diesem Auftakt geht die Filmwoche bis Samstag weiter, heuer allerdings pandemiebedingt ohne das sonst umfangreiche Rahmenprogramm mit Catering. Die Kinosäle können nur mit großem Abstand spärlich gefüllt werden.

Das weitere Programm der Aichacher Filmwoche

  • Am Mittwoch, 21. Oktober, wird das libanesische Drama "Capernaum - Stadt der Hoffnung" gezeigt. Es geht um ein Kind, das seine Eltern verklagt für das Leben, das ihm aufgezwungen wurde. Zu Besuch wird der Honorarkonsul des Libanon sein.
  • Am Donnerstag, 22. Oktober, kommt der Bund Naturschutz im Anschluss an den Film "Into the Wild" von Regisseur Sean Penn zu Besuch.
  • Der Themenabend des Bayerischen Rundfunks am Freitag, 23. Oktober, zeigt zwei circa 40-minütige Filme: "Die Wittelsbacher - eine europäische Familie" und "Bayern erleben - Wittelsbacher Land, Heimat der bayerischen Könige".
  • Am Samstag, 24. Oktober, werden gleich zwei Filme gezeigt. Bereits um 17 Uhr als Würdigung des umfangreichen Lebenswerkes von Joseph Vilsmaier "Bavaria - Traumreise durch Bayern", ein Porträt bayerischer Städte und Landschaften mit Musik von Haindling. Am Samstagabend, wie alle anderen Abendfilme auch um 19.30 Uhr beginnend, der Abschlussabend mit dem Film "La Grande Bellezza - Die große Schönheit" - ein Drama, bei dem Regisseur Paolo Sorrentino seine Liebe zur italienischen Hauptstadt Rom bekennt.

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