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04.12.2019

Auch der frühere Verwaltungschef will in Affinger Rat

An den Ratstisch in Affing (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2016) wollen der frühere Bürgermeister Rudi Fuchs und seine ehemaligen führenden Mitarbeiter Kämmerer Kaspar Wallner und Ex-Geschäftsstellenleiter Markus Heidenreich. (Symbolfoto)
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An den Ratstisch in Affing (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2016) wollen der frühere Bürgermeister Rudi Fuchs und seine ehemaligen führenden Mitarbeiter Kämmerer Kaspar Wallner und Ex-Geschäftsstellenleiter Markus Heidenreich. (Symbolfoto)
Bild: Carmen Jung

Plus Neben Ex-Bürgermeister Rudi Fuchs und seinem früheren Kämmerer kandidiert auch der ehemalige Geschäftsstellenleiter. 

Das Verhältnis am Arbeitsplatz zwischen Chef und führenden Mitarbeitern war nicht immer das allerbeste. Die beruflichen Wege haben sich getrennt, aber jetzt wollen drei wieder an einen gemeinsamen Tisch zurück – und zwar im Gemeinderat Affing.

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Bis 2014 arbeiteten der damalige Bürgermeister Rudi Fuchs, Geschäftsstellenleiter Markus Heidenreich und Kämmerer Kaspar Wallner gemeinsam im Affinger Rathaus. Zwei von ihnen sind schon auf Ortsteillisten nominiert – Fuchs in Mühlhausenund Wallner in Haunswies. Heidenreich will sich nächste Woche in Aulzhausen aufstellen lassen, wie er auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte.

Personalien mit Brisanz und Überraschungen

Im Vorfeld von Kommunalwahlen steigt generell die Spannung, aber so viel Brisanz und Überraschungen wie in den Personalien in Affing steckt, ist auch weit über das Wittelsbacher Land hinaus nicht an der Tagesordnung.

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Allein die Kandidatur von Fuchs auf dem letzten Listenplatz in Mühlhausen hat schon hohe Wellen geschlagen, die überhaupt nicht auslaufen. Denn dieser Name polarisiert das Affinger Becken und hat eine ähnliche Wirkung wie der FC Bayern München. Entweder man ist glühender Fan der Roten oder ein erklärter Gegner. Dazwischen gibt es nichts – egal ist dieser Kandidat niemandem. Seine Begründung für die Rückkehr auf das politische Parkett seiner Gemeinde birgt Sprengstoff: „Ein Weiterso“ sei nicht mehr verantwortbar.

Fuchs stellt sich ausdrücklich gegen Winklhofer

Fuchs stellt sich ausdrücklich gegen seinen Amtsnachfolger Markus Winklhofer und der ist in der vergangenen Woche noch mehr unter Druck geraten. Nicht mal mehr von der Liste in seinem Heimatort Affing bekommt er volle Unterstützung. Zwei amtierende Gemeinderäte und fünf weitere Kandidaten verließen am Freitagabend aus Protest und mit Knall die Nominierungsversammlung der CBV.

Der frühere Bürgermeister Rudi Fuchs will in den Affinger Gemeinderat.  
Bild: Christian Lichtenstern

Fuchs ließ sich 2015 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzen. Er ist seit 2014 vorbestraft, unter anderem wegen Beleidigung. Vorangegangen war Mitte 2013 eine Strafanzeige von sechs Gemeinderäten und dazu Mitarbeitern aus der Verwaltung wegen Beleidigung. Fuchs entschuldigte sich später dafür.

Wallner arbeitet in Thierhaupten, Heidenreich in Rain

Kämmerer Wallner verließ die Affinger Verwaltung 2017 und hat jetzt die gleiche Aufgabe im Rathaus Thierhaupten. Er wurde in Haunswies auf den ersten Platz gewählt und „will die Gemeinde wieder mehr zusammenzubringen“.

Kaspar Wallner tritt zur Gemeinderatswahl an.
Bild: Carmen Jung

Ebenfalls 2017 wechselte Heidenreich den Arbeitsplatz und kann deshalb jetzt auch zu Hause für den Rat antreten. Er hat insgesamt 25 Jahre in der Affinger Gemeindeverwaltung gearbeitet und war seit 2002 geschäftsleitender Beamter – als Nachfolger von Fuchs. Der 57-jährige Heidenreich leitet seit Kurzem die Stadtverwaltung Rain.

Markus Heidenreich will für den Affinger Rat kandidieren.
Bild: Hartl

Fuchs Kandidatur hält Heidenreich nicht ab

Dass der ehemalige Bürgermeister ebenfalls antritt, halte ihn nicht von einer Kandidatur ab, sagt Heidenreich. Das sei ja jetzt schon ein paar Wochen bekannt: „Ich interessiere mich ganz einfach für Kommunalpolitik.“ Und ob sich die drei früheren „Arbeitskollegen“ am Ratstisch begegnen, entscheiden eh die Wähler Mitte März.


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