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Kühbach

15.06.2016

Bavariastraße oder Heidestraße?

Wie sollen die Aichacher Straße und die Schrobenhausener Straße oder die Flurstraße einmal heißen? 
Bild: Archivbild/Bernhard Weizenegger

Kühbach diskutiert über die künftigen Namen der Straßen. Doppelte Adressen im Hauptort und in Unterbernbach soll es bald nicht mehr geben.

Von Johann Eibl

Kühbach Es kommt nicht alle Tage vor, dass gleich zwei Fernsehsender Themen aus dem politischen Geschehen in einer Gemeinde aufgreifen. Der Kühbacher Bürgermeister Johann Lotterschmid zeigte sich daher überrascht darüber, dass bei Augsburg TV (atv) und beim Bayerischen Fernsehen (BR) die geplante Umbenennung von Straßen in dieser Kommune auf erhebliches Interesse stieß. Am Dienstag beschäftigte sich der Marktgemeinderat wieder mit der Angelegenheit. Beschlüsse dazu werden erst am 19. Juli gefasst. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die betroffenen Anlieger die Gelegenheit, Vorschläge an die Gemeinde zu übermitteln.

Lotterschmid erklärte: „Mir ist bewusst, dass das ein Riesenaufwand ist“. Er verwies darauf, dass speziell Paketdienste vor Problemen stehen, wenn zwei Straßen den gleichen Namen tragen. Die Kommune wird die Kosten für die neuen Schilder übernehmen. Ansonsten sind die Anwohner selber dafür zuständig, dass sie die entsprechenden Maßnahmen in die Wege leiten. Persönliche Dokumente dürften von den Veränderungen weitgehend nicht betroffen sein. Wie es heißt, wird in Personalausweisen ein Aufkleber auf den neuen Straßennamen hinweisen.

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Im Ortsteil Unterbernbach ist vorgesehen, dass die Aichacher Straße und die Schrobenhausener Straße künftig einfach Hauptstraße genannt werden. Für die Flurstraße, die es sowohl in Kühbach als auch in Unterbernbach gibt, stehen Heidestraße und Bavariastraße zur Debatte. Und die Gartenstraße in den beiden Orten könnte in Hangstraße oder Staudenweg umbenannt werden. Bavariastraße war bislang der einzige Vorschlag aus der Bürgerschaft, er traf am Dienstag zwei Stunden vor Sitzungsbeginn per E-Mail in der Verwaltung ein.

W-LAN-Hot Spot Einige Gemeinden haben ihre Hausaufgaben in puncto Standorte für WLAN-Hotspots bereits gemacht, nun hat Kühbach nachgezogen. Die Gemeinde wird in ihrem Antrag den Marktplatz in Kühbach und das Gelände des TSV Kühbach nennen. Einstimmig fasste die Runde nach kurzer Debatte diesen Beschluss. Mit Peter Mayr, Karl-Heinz Kerscher, Albert Schormair und Andreas Arzberger fehlte diesmal jedes vierte Mitglied des Gemeinderats entschuldigt. Bürgermeister Lotterschmid teilte mit, dass jede Gemeinde zwei solcher Hotspots erhalten soll: „Wir müssen nur die Verkabelung und die Stromkosten zahlen.“ Die werden voraussichtlich kaum mehr als 100 Euro im Jahr betragen. Die laufenden Kosten werde der Freistaat Bayern übernehmen, hieß es.

Markus Singer fragte: „Braucht man so was?“ und Engelbert Thumm entgegnete ihm: „Das ist die Zukunft“. Manfred Felber berichtete von angenehmen Erfahrungen, die er bei Aufenthalten im Ausland gesammelt habe, etwa in Linz: „Ich finde das schon komfortabel.“ Lotterschmid teilte mit, der Bayerische Gemeindetag habe von der Staatsregierung verlangt, dass sie auch noch die laufenden Stromrechnungen begleichen sollte.

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