Polizei

12.05.2011

Betrug am Telefon

Mit elektronischem Bezahlsystem 3000 Euro von Rentner erbeutet

Hollenbach Ein Rentner aus Hollenbach hat in dieser Woche ungefähr 3000 Euro an Betrüger verloren. Mehrmals hat er über das elektronische Zahlungsmittel „Ukash“ Geld eingezahlt, das die Täter auf ihr Konto umleiteten. Obwohl es der erste Betrug dieser Art im nördlichen Landkreis sei, schlägt die Aichacher Polizei Alarm. Stellvertretender Inspektionsleiter Erich Weberstetter erklärte: „Bayernweit sind schon einige Fälle aufgetreten.“ Die Betrüger nutzen eine einfache Methode. Sie rufen ihre Opfer an und lassen ihre Nummer anzeigen, was die Angerufenen in Sicherheit wiegen soll. Im Telefonat versprechen die Gauner hohe Geldgewinne. Dafür sollen die Opfer aber eine Gebühr von mehr als 1000 Euro mittels „Ukash“ bezahlen.

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Opfer wie der 75-Jährige aus Hollenbach werden aufgefordert, den Betrag von ihrem Konto abzuheben, um das Bargeld bei einer Zahlungsstelle aufzugeben, die Ukash anbietet. Dort erhalten sie eine Persönliche Identifikationsnummer (PIN), mit der sie über das Geld verfügen können. Kurze Zeit später fragen die Betrüger die PIN per Telefon ab und leiten damit das Geld auf ihr Konto um.

Oft würden die Betrüger nach erfolgreicher Tat versuchen, mit neuen Geschichten weitere Überweisungen zu bekommen. Unter anderem würden sie sich als Polizeibeamte ausgeben, die eine Einzahlung brauchen, um den Täter zu ermitteln, informiert Weberstetter.

Betrug am Telefon

Weil die Gauner im Ausland leben, kann die deutsche Justiz sie nicht verfolgen. Deshalb wird der Hollenbacher sein Geld wahrscheinlich nicht zurückbekommen. Dass der Rentner nicht noch mehr Geld verloren hat, ist seiner Bank zu verdanken. Sie meldete der Polizei, dass er in kurzer Zeit mehrmals hohe Geldsummen von seinem Konto abgehoben hat.

Weil sich solche Fälle in Bayern häufen, warnt die Aichacher Polizei nachdrücklich, PINs an Unbekannte weiterzugeben. Die Polizisten bitten darum, sofort die Notrufnummer 110 anzurufen, wenn ein Anrufer verdächtig erscheint. Dort kann man die Identität von Polizeibeamten bestätigen lassen. (bbü)

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