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Bürgerversammlung

28.02.2018

Bürgermeister sieht kaum Chancen für Radweg

Wenn überhaupt, dann könnte ein Radweg nach Echsheim allenfalls im Zuge des geplanten Radwegs von Pöttmes nach Kühnhausen in Angriff genommen werden.

Gemeinde kommt in Echsheim trotz Gesprächen mit Grundstücken nicht voran

In Echsheim sorgten bei der Bürgerversammlung am Montag bekannte Themen wie Radweg, Baugebiet und marode Straßen für Diskussionsstoff. 35 Zuhörer, zehn Räte und Martin Steinbacher, Ortssprecher aus Reicherstein, waren gekommen. Bis auf sanierungsbedürftige Straßen und Feldwege, um die sich die Gemeinde kümmert, gibt es wenig Hoffnung, was den Radweg angeht. Wann im Baugebiet die Bagger anrollen, ist nach wie vor offen.

Trotz vieler Gespräche mit den Grundstückseigentümern entlang der Wegstrecke von Wiesenbach nach Echsheim sei man nicht weitergekommen, bedauerte der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass die Gemeinde bereit sei, eigene Grundstücke gegen Entgelt zur Verfügung zu stellen.

Wenn überhaupt ein Radweg nach Echsheim führen sollte, dann am ehesten über die Anbindung ab Wiesenbach, zumal er bestenfalls im Zuge des geplanten Radwegs von Pöttmes nach Kühnhausen in Angriff genommen werden könnte. Allein kann die Gemeinde laut Schindele aber nichts bewirken. Erneut appellierte er an die Echsheimer, durch Gespräche mit Politikern Druck zu machen. Aus mehreren Gründen hält er eine Anbindung bis Reicherstein nicht für machbar.

Der Bebauungsplan für das Baugebiet Nähe Badanger ist noch nicht rechtskräftig und ist im sogenannten Aufstellungsbeschlussverfahren. Die zehn bis 15 Grundstücke sind zwischen 600 und 700 Quadratmeter groß. Für Einheimische gibt es ein Vorkaufsrecht. Der Kaufpreis stehe noch nicht fest, betonte der Bürgermeister. Trotz der Verzögerung – bedingt durch die Pläne eines benachbarten Landwirts, einen Laufstall in Sichtweite des Baugebiets zu errichten – ist der Bürgermeister „guter Dinge“. Landwirt und Gemeinde seien im Gespräch und darauf bedacht, eine einvernehmliche Lösung herbeizuführen.

Ein Zuhörer regte an, die oberirdischen Stromleitungen auf der Wegstrecke zur Schlott bis zum Badanger im Zuge der Arbeiten im neuen Baugebiet unterirdisch zu verlegen, ebenso die Kabel für die Straßenbeleuchtung. Abgesehen davon, dass die erheblichen Kosten abzuklären sind, riet der Bürgermeister den Echsheimern, sich persönlich an die Lechwerke (LEW) zu wenden.

An die Eigeninitiative der Dorfgemeinschaft appellierte er nach der Klage eines Zuhörers, dass aufgrund einer großen Biogasanlage im Ort die innerörtliche Verkehrssituation leide und die Straßen regelmäßig verschmutzt seien. Schindele sagte mit Bezug auf den Betreiber: „Redet mit ihm, ihr könnt mehr Druck machen als die Gemeinde.“

und Straßenproblematik Die Zuhörer klagten über marode Straßen und Feldwege, die sie saniert haben möchten. An der Kohlstatt entlang des Sportplatzes senke sich die Straße gefährlich ab. Der Feldweg am Mühlweg und der Todtenheimer Weg brächen an den Rändern weg. Zum Teil seien die großen Fahrzeuge schuld, die hier rangierten, hieß es. Schindele verwies darauf, dass die Sanierung der Feldwege in der Regel Sache der Anlieger und Grundstückseigner sei. Die Gemeinde sei nur in der Pflicht, wenn die Wege voll asphaltiert seien oder sie über die Flurbereinigung vertraglich dazu verpflichtet worden sei. In Einzelfällen sollten die Bürger sich an die Jagdgenossenschaft wenden. Sinnvoll sei es auch, erforderliche Sanierungen mit anderen Straßenreparaturen zu erstellen. Schindele wird sich die Wege mit dem Bauhof anschauen.

in Pöttmes Die schlechteste Straße in Pöttmes sei die Schwedenstraße, behauptete ein Echsheimer. Schindele fügte den Kellerweg hinzu und betonte, dass beide Straßen im Finanzplan des kommenden Jahres vorgesehen seien. Beide Straßen würden entsprechend saniert. Dauerparkende Lastwagen versperrten landwirtschaftlichen Maschinen den ungehinderten Zugang zur Augsburger Greppe, bemängelte ein Zuhörer. Im Rathaus wisse man um die Problematik, so der Rathauschef. Man sei bereits mit der Polizei vor Ort gewesen und suche nach einer Lösung.

Bei der Steinbuche beeinträchtige ein hoher Grundstückszaun die freie Sicht auf die Kreuzung, merkte ein Zuhörer an. Der Bauhof werde hier einen neuen Verkehrsspiegel anbringen, versprach Schindele.

Ein Zuhörer monierte, dass anders als früher die Wahlergebnisse in den Ortsteilen bei der Bundestagswahl nicht mehr im Marktboten veröffentlicht seien. Schindele sagte, das sei den Gemeinden aus Datenschutzgründen untersagt.

Ein Zuhörer wollte wissen, ob das Pöttmeser Ärztehaus tatsächlich voll belegt ist, wie die Gemeinde mehrfach mitteilte. Der Bürgermeister bejahte. Eine Ärztin suche für ihre Praxis noch einen Partner.

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