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Schauspiel

27.08.2013

Ein Spiel um Macht und Abhängigkeit

Die Schauspieler des Aichacher Volkstheaters improvisieren beim Workshop Szenen aus „Volpone“.
Bild: Aichacher Volkstheater

Das Aichacher Volkstheater drängt es wieder auf die Bühne. Im Herbst hebt sich der Vorhang für die Komödie „Volpone“. Und auch auf dem SanDepot-Gelände ist es dabei.

Nach einer längeren Spielpause drängt es das Aichacher Volkstheater wieder auf die Bühne: Ab Mitte November steht die Komödie „Volpone“ auf dem Spielplan. Premiere ist am Samstag, 16. November.

Die letzte größere Aufführung des Volkstheaters war das Stück „Der Tag, an dem der Papst entführt wurde“ im Herbst 2011. Im vergangenen Jahr beteiligte sich die Truppe mit der Posse „Das Narrenschneiden“ an den Mittelalterlichen Markttagen in Aichach.

Die Spielsaison 2013 begann im Frühjahr mit einer öffentlichen Auftaktprobe für die Herbstaufführung, zu der das Volkstheater spielfreudige Aichacher eingeladen hatte. So fanden sich erfreulicherweise an die zwanzig Teilnehmer in der TSV-Halle ein, unter denen auch einige neue Gesichter waren. Geleitet wurde der Workshop von Florian Kreis, der auch die Regie der Herbstinszenierung übernehmen wird. Der Augsburger Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge ist bekannt durch die Stadtführungen in Augsburg, die er als Bertolt Brecht begleitet. König und Diener, Macht und Abhängigkeit bilden das Grundthema der Komödie „Volpone“, erläuterte Florian Kreis zur Einstimmung in die Probenarbeit. In verschiedenen Übungen und Improvisationen ließ er die Teilnehmer mal König, mal Diener sein, und sie erfuhren dabei spielerisch, wie Gefühle und Haltungen sich gegenseitig ergeben.

Die Komödie „Volpone“ von Ben Jonson, einem Zeitgenossen Shakespeares, wurde im 17. und 18. Jahrhundert als Commedia dell‘Arte aufgeführt. In dieser Form der italienischen Volkskomödie wurde mit Masken gespielt, wobei die Maske und eine charakteristische Haltung dazu die Rolle definierten. Ben Jonson gab den Protagonisten seines Stückes Tiernamen.

Hauptpersonen sind der reiche venezianische Kaufmann Volpone (der schlaue Fuchs), der die Macht seines Geldes ausspielt, um noch reicher zu werden, und sein ergebener Diener Mosca (Parasit), der von Volpones Macht und Geld profitiert und diese gegenüber Volpones Umfeld ausspielt. In der Bearbeitung von Stefan Zweig, für die sich das Aichacher Volkstheater entschieden hat, übernimmt Mosca auch die Schlauheit seines Herrn, sodass am Ende er der Sieger ist.

Die Namen der Personen und eine kurze Beschreibung der Situation mussten den Teilnehmern genügen, um Szenen aus dem Stück zu improvisieren. Damit endete ein gelungener Workshop, der die Lust am Spielen und die Vorfreude auf die Probenzeit weckte. Diese begann wie üblich bereits im Mai mit dem Einlesen in die Rollen und ersten Stellproben. Bis zur Sommerpause wurde schon eifrig geübt und gefeilt, sodass im Herbst die heiße Probenphase beginnen kann.

Der Premierenvorhang wird sich am Samstag, 16. November, in der Aichacher TSV-Halle öffnen. Weitere vier Aufführungen der Komödie gibt es an den folgenden Wochenenden.

Parallel dazu studieren einige Akteure unter der Regie von Claudia Flassig die Wilderer-Parodie „Wer ist der Hirsch im grünen Forst?“ ein, mit der das Aichacher Volkstheater am Wochenende 7. und 8. September anlässlich des San-Depot-Festes aufwarten will. An diesem Wochenende laden die IG Rock, der Kunstverein und das Aichacher Volkstheater in einer Gemeinschaftsaktion die Bevölkerung in das ehemalige San-Depot an der Donauwörther Straße 36 ein. (AN)

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