1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Einige Sudetendeutsche sprechen von „Verrat“

Aichach

10.03.2015

Einige Sudetendeutsche sprechen von „Verrat“

Bernd Posselt, Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft, soll zurücktreten - diese Forderung erhebt Manfred Martin, stellvertretender Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Aichach.
Bild: Archivfoto: Peter Fastl

Einige Aichacher Mitglieder sind entsetzt über die aktuellen Beschlüsse der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft.

Aichach Entsetzen herrsche bei einigen Aichacher Mitgliedern über das Ergebnis der 15. Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) in München, wie es in einer Pressemitteilung der Aichacher Sudetendeutschen heißt.

Dort sei beschlossen worden, den Rechtsanspruch auf Heimat und das Recht auf Rückgabe beziehungsweise gleichwertigen Ersatz oder Entschädigung des konfiszierten Eigentums durch den tschechischen Staat ersatzlos zu streichen.

Der Beschluss der Funktionsträger sei ohne vorherige demokratische Abstimmung der Mitglieder erfolgt und werde von Mitgliedern der örtlichen Sudetendeutschen als „Verrat“ verstanden. Weiter heißt es in der Pressemitteilung: Es bedeute „eine Akzeptanz des Vertreibungsstatus“, wie es der Vorsitzende des Bezirksverbandes Schwaben, Felix Vogt-Gruber, formuliert habe, und einen weiteren Sieg der Tschechen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Land halte konsequent an den Benesch-Dekreten fest. Sollte dieser Beschluss umgesetzt werden, sei die jetzige SL nach Meinung des stellvertretenden Obmanns der SL Aichach, Manfred Martin, nicht mehr die Vertretung aller Sudetendeutschen, der noch lebenden und zukünftigen Generationen. Austritte und der Aufbau einer Neuorganisation der SL seien programmiert.

Auch solle der SL-Bundesvorsitzende Bernd Posselt, der dies initiiert hat, sofort zurücktreten, fordert Martin. Er sei bitter von Ernst Wollrab, dem Kreisobmann des Kreisverbands Aichach-Friedberg, enttäuscht, der als Mitglied im Bundeswahlausschuss und Vorsitzender des Öffentlichkeitsausschusses über die anstehenden Abstimmungsvorschläge zur Satzungsänderung seine Ortsverbände nicht informiert habe.

Martin stellte deshalb in einem Brief an Ernst Wollrab den Antrag, möglichst schnell eine Kreisversammlung abzuhalten und dort über die Hintergründe dieser Entscheidung und über das Abstimmungsverhalten zu informieren. (mar-, AN)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%202019_02_17_Visitation_(2).tif
Kirche

Gut vernetzt und im Gebet vereint

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden