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12.10.2018

Energiebauern wollen Solarpark in Sielenbach bauen

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Die Energiebauern wollen einen Solarpark bauen.
Bild: Symbolfoto/Werner Baum dpa/lrs

Der Park ist im Burgstall neben der Straße nach Klingen geplant. Mit dem neuen Projekt wird die Stromerzeugung in der Gemeinde mehr als verdoppelt.

Mit Sieben-Meilen-Stiefeln ist die Gemeinde Sielenbach in Sachen Energiewende unterwegs. Schon jetzt wird in der Gemeinde viermal so viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Mit dem aktuellen Projekt der Energiebauern, die einen Solarpark mit einer jährlichen Leistung von 6,5 Megawatt planen, steigt die Einspeisung gegenüber dem Verbrauch auf das Neunfache. In der Sitzung am Mittwochabend beschloss der Gemeinderat die Aufstellung des Bebauungsplanes „Solarpark Sielenbach“.

Im sogenannten Burgstall, einer Fläche, die zwischen Sielenbach und Gansbach an der Straße nach Klingen liegt, planen die Energiebauern den Solarpark. Von einer elf Hektar großen Fläche sollen etwa 50 bis 60 Prozent mit Solarmodulen überbaut werden, sagte Geschäftsführer Martin Bichler.

Die restliche Fläche wird begrünt und dient teilweise als Ausgleichsfläche. Das gilt auch für das Feldkreuz, das an der Straße steht. Dieser Bereich werde als Ausgleichsfläche ausgespart, so Bichler.

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Die Sielenbacher Energiewende

Je nach Topografie des Geländes werden die Module eine Bauhöhe von etwa 3,20 Meter haben. Wegen der verwendeten Rammtechnik gibt es praktisch keine Bodenversiegelung. Und auch einen problemlosen Rückbau könne er nach 20 bis 30 Jahren sicherstellen, versicherte der Geschäftsführer der Energiebauern. Die jährliche Leistung der Anlage soll bei 6,5 Megawatt liegen.

Damit wird die Menge an Strom, die die Gemeinde Sielenbach jährlich erzeugt, auf voraussichtlich rund 38,6 Millionen Kilowattstunden (kWh) steigen. Gegenüber dem Verbrauch sei das die neunfache Menge, hatte Bürgermeister Martin Echter ausgerechnet. Bis jetzt erzeugt die Gemeinde jährlich rund 19 Millionen kWh Strom und verbraucht etwa 4,2 Millionen kWh. Eine Leistung, die nur durch den gemeinschaftlichen Zusammenhalt von Privatbesitzern, Biogasanlagenbetreibern sowie Energiebauern und Kommune möglich sei, betonte Echter. Der Bürgermeister war stolz: „Wir sind der Energiewende meilenweit voraus.“

Mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat, den Flächennutzungsplan zu ändern, um die Sonderbaufläche „Photovoltaik“ darzustellen. Auch bei der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Solarpark Sielenbach“ gab es eine Gegenstimme und eine Enthaltung.

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