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Geburtstag

29.08.2020

Er machte aus dem Schuldendorf Sielenbach ein Sonnendorf

Unter den vielen Gratulanten für Martin Echter waren gestern auch Mitglieder des Kirchenchores sowie die Sielenbacher Blaskapelle, die dem früheren Sielenbach Bürgermeister zum 70. Geburtstag ein Ständchen spielten.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Martin Echter war 18 Jahre lang Bürgermeister in Sielenbach. Nun feierte er seinen 70. Geburtstag. Was er nach seinem Abschied besonders genießt.

Überrascht, wie viele Gratulanten zu seinem 70. Geburtstag nach Tödtenried kamen, war Martin Echter, der frühere Bürgermeister von Sielenbach. Unter anderem überraschten ihn am gestrigen Sonntag die Blaskapelle Sielenbach und der Kirchenchor mit einem kurzen Auftritt.

Sein Alter nimmt Echter gelassen. Die Zeit als Bürgermeister – er bekleidete dieses Amt 18 Jahre lang – vermisst er gut vier Monate nach dem Abschied nicht. „Ich bin oft noch eingebunden.“ Dafür genießt er jetzt, dass er morgens eine Stunde länger schlafen kann als früher.

Sielenbachs früherer Bürgermeister ist immer noch umtriebig

Auf der faulen Haut liegt der 70-Jährige trotzdem nicht. Da sind zum einen die acht Enkel für die er jetzt mehr Zeit hat. Echter arbeitet dazu noch immer in seinem Planungsbüro und ist auch als Kreisrat (Unabhängige) noch aktiv. „Ich fühle mich gesund und fit“, sagt der Jubilar.

Der Tödtenrieder hat sich aus einfachen Verhältnissen hochgearbeitet. Nach der Schule begann er eine Maurerlehre, arbeitete erst als Maurer und dann als Bauleiter. Über den zweiten Bildungsweg macht er eine Weiterbildung zum Maurermeister für Tief- und Hochbautechnik. Echter war damals schon verheiratet und das erste seiner drei Kinder war schon geboren.

Bevor er eine Stelle im Bauamt der Marktgemeinde Altomünster antrat, arbeitete Echter zehn Jahre lang als technischer Leiter an der Fachhochschule München in der Fachrichtung Bauingenieur/Architektur, wo er in der Ausbildung von Bauingenieuren und Architekten tätig war. Seine Arbeit im Bauamt, wo er für alle technischen Maßnahmen, wie Hochbau, Kanal, Straßenbau oder Sanierung zuständig war, kam ihm später auch bei seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Bürgermeister ab 2002 zugute.

Martin Echter machte aus Sielenbach ein Sonnendorf

Obwohl gerade die ersten Jahre als Bürgermeister der damals am höchsten verschuldeten Gemeinde im Landkreis sehr schwer waren, hatte Echter sich schnell in das Amt eingelebt. Im Laufe seiner Amtszeit wandelte sich Sielenbach vom Schulden- zum „Sonnendorf“, das ein Vielfaches des selbst benötigten Stroms mit Wind, Sonne und Bioenergie regenerativ erzeugt.

Echter ist stolz darauf, dass er im Mai die Ecknachtal-Gemeinde seinem Nachfolger Heinz Geiling schuldenfrei übergeben konnte. Zu den vielen Projekten, die während der Amtszeit des 70-Jährigen umgesetzt wurden, gehören unter anderem der Neubau von Bauhof, Kinderhaus und Rathaus. Auch den Bau des Sozialwohnhauses, in das heuer noch die ersten Mieter einziehen sollen, stieß er an.

Viele Gratulanten zum Geburtstag

Zu den vielen Gratulanten, die teilweise schon am Sonntagvormittag bei Martin Echter anklopften, gehörten neben vielen Vertretern von Vereinen, Freunden, Bekannten und Mitgliedern des Gemeinderates unter anderem auch die Schulleiter von Adelzhausen und Sielenbach. Vorher war er von Ehefrau Theresia und den Kindern Birgit, Martin und Silvia schon mit Videobotschaften von Weggefährten überrascht worden.

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