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Aindling/Holzheim

27.03.2019

Erwischt: Maibaum-Klau hat ein Nachspiel - Polizei ermittelt

Ein unerfreuliches Nachspiel hat jetzt ein Maibauklau für eine Gruppe junger Männer.

Zwölf junge Männer aus dem Raum Aindling wollen einen Maibaum klauen und werden ertappt. Warum die Polizei nun eingreift und wo der Baum sich jetzt befindet.

Ein missglückter Maibaum-Diebstahl im Holzheimer Ortsteil Stadel hat für eine ganze Reihe von jungen Männern ein unerfreuliches Nachspiel. Nach Auskunft der Polizeiinspektion Rain gibt es 13 Beschuldigte – zwölf davon kommen aus dem Raum Aindling. Die Aktion, die eigentlich unter der Rubrik „Brauchtum“ laufen sollte, hat damit möglicherweise strafrechtliche Konsequenzen für die Männer.

Was geschah wirklich nach dem Maibaum-Klau?

Was in der Nacht auf vorigen Samstag gegen 2.15 Uhr in und um Stadel passierte, das will die Polizei nun klären, so Paul Förg, Pressesprecher der Inspektion. Zunächst war Folgendes bekannt: Eine Gruppe von jungen Männern holte sich mit einem Traktor samt Anhänger die etwa 22 Meter lange Fichte der Dorfgemeinschaft Stadel. Der Stamm lagerte nach Auskunft des zweiten Vorsitzenden Michael Gulden dort, um auszutrocknen, soll er doch bis zur Mainacht lackiert werden. Ein Anlieger bemerkte die Aktion. Der Versuch, die Burschen aufzuhalten, scheiterte. Angeblich sollen diese nebeneinander auf der Straße gelaufen sein, um die Fahrbahn zu blockieren. Bei der weiteren „Verfolgung“ soll ein Auto aus einer Seitenstraße gefahren und den Weg blockiert haben. Zudem soll sich einer der „Diebe“ auf die Motorhaube des Autos gesetzt haben, mit dem der Einheimische unterwegs war. Eine Delle in einer Tür seines Wagens beschäftigt ebenfalls die Polizei. Angezeigt wurde das Ganze am Samstagabend. Die Ehefrau des Verfolgers hatte einen Bekannten informiert, der den Traktor mit dem Maibaum am Ortsende von Holzheim abpasste und anhielt.

Seitdem laufen die Ermittlungen. Der Polizei ist nun die Identität der 13 Beteiligten bekannt. Neben den zwölf Männern aus dem Raum Aindling kommt einer aus dem nördlichen Landkreis Augsburg. Obwohl der Stamm ungesichert auf einer Wiese lag und die Gruppe in Brauchtum-Absicht unterwegs war, werde wegen des Verdachts des Diebstahls ermittelt, erklärt Förg. Die Polizei sei im vorliegenden Fall verpflichtet, zu handeln und die Sache der Staatsanwaltschaft vorzulegen. Was am Ende herauskomme, bleibe abzuwarten. Die Nachforschungen seien noch nicht abgeschlossen. Es fänden noch Vernehmungen statt. Ebenso sei zu klären, was genau bei der Verfolgung passierte.

Maibaum-Klau: Sondierungsgespräch sollen Einigung bringen

Derweil haben sich die Maibaumdiebe am Montag bei der Dorfgemeinschaft in Stadel gemeldet. Die Fichte ist nämlich nach wie vor in den Händen der Gruppe aus der Aindlinger Gegend. Am Dienstagabend wurde Gulden zufolge ein erstes Sondierungsgespräch anberaumt. Für den zweiten Vorsitzenden steht fest, dass der „Diebstahl“ nach Brauchtumsregeln nicht astrein abgelaufen sei, denn in diesen heiße es unter anderem: „Der Baum muss heimlich und unentdeckt gestohlen werden.“ Zudem müsse er „kampflos zurückgegeben werden“, sollten die „Diebe“ innerhalb der Gemeinde erwischt werden. (wwi)

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Die Diskussion ist geschlossen.

27.03.2019

Maibaum klau und Polizei,das gehört nicht zusammen.Das machen die Burschen selber miteinander aus.
Polizei wäre ja genau so dumm, wie wenn man in der Bütt Witze macht über die Politiker.

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