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Jubiläum

20.06.2017

Feuerwehr feiert mit Umzug und Hutsingen

Der Festausschuss traf sich in vielen Sitzungen, um das Gründungsfest vorzubereiten: (von links) Marcus Watson, Simone Lahr, Christian Popfinger, Thomas Lingenberg, Andreas Breitsameter, Manuela Moser, Viktoria Finkenzeller, Benedikt Lechner, Heinrich Lechner, Josef Asam, Brigitte Finkenzeller, Markus Triebenbacher, Josef Moser, Christoph Stöttner, Andreas Schmaus, Alexander Echter, fehlend: Hans Echter.
Bild: Sophie Schmid

Der Tödtenrieder Verein wird 120 Jahre alt. Damals zogen zwei Pferde die Spritze. Ein Film zum Jubiläum erinnert daran. Im Programm in dem Sielenbacher Ortsteil sind auch „Drei Männer nur mit Gitarre“

Vor 120 Jahren, am 20. Juni anno 1897, fassten in Tödtenried (Gemeinde Sielenbach) zehn namentlich bekannte Männer den Beschluss, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen. Noch im selben Jahr wurde eine Saug- und Druckspritze angeschafft, die von zwei Pferden gezogen wurde, um im Brandfall eingreifen zu können.

Das Gründungsjubiläum feiert die Feuerwehr mit einem dreitägigen Fest vom Freitag, 23. Juni, bis Sonntag, 25. Juni.

Das Festwochenende beginnt mit einer „Firefighter Party“ am Freitagabend, bei der die beiden Bands „Shout“ und „Uddb“ im Festzelt auftreten. Am Samstag werden die Besucher von den „Drei Männer nur mit Gitarre“ unterhalten. Als Vorprogramm ist an diesem Abend die Band „Mousas“ zu hören. Karten sind noch erhältlich. Der Festsonntag wird mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet werden. Am Nachmittag gibt es einen Festumzug durchs Dorf.

Zum Abschluss des Jubiläumsfestes findet am Sonntagabend ein „Hutsingen“ in Tödtenried statt. Hutsingen ist eine Art „Gstanzlsingen“, bei dem drei Hochzeitslader gegeneinander antreten. Umrahmt wird dieser Abend von der Sielenbacher Blaskapelle, Gisela und Siggi Bradl und den „Wollomooser Goaslschnoiza“.

Mit der Saug- und Druckspritze hatte die Tödtenrieder Feuerwehr für die damalige Zeit übrigens eine moderne Ausstattung. Trotzdem kam es immer wieder vor, dass ganze Gehöfte bis auf die Grundmauern niederbrannten.

Besonders die Kriegswirren um das Jahr 1945 setzten der Tödtenrieder Feuerwehr zu. Mehrmals wurde das kleine Dorf von Tieffliegern und Kanonen der Amerikaner schwer getroffen. Da zu dieser Zeit Männernotstand herrschte, bestand die Feuerwehr überwiegend aus Frauen und Mädchen, die alle Hände voll zu tun hatten. Doch auch diese schwere Zeit überstanden die Floriansjünger.

Ab dem Jahre 1962 fanden in Tödtenried jährlich Leistungsprüfungen statt, die bis heute viele Feuerwehrmänner und -frauen mit dem höchstmöglichen Abzeichen abschlossen. 120 Jahre nach der Gründung zählt die Feuerwehr über 100 Mitglieder, die immer zur Stelle sind, wenn die Sirene heult. Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen des 120-jährigen Bestehens.

Dazu drehte die Feuerwehr wie berichtet sogar einen Historienfilm, den man auf Facebook und YouTube sowie der Internetseite der Feuerwehr (http://www.ffw-toedtenried.de) sehen kann. (AN)

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