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1,8 Promille am Steuer

21.07.2010

Führerschein für 20 Monate weg

Hörbar aufgeatmet hat ein 29-jähriger Angeklagte vor dem Aichacher Amtsgericht. Er erhielt eine "relativ moderate Strafe".

Hörbar aufgeatmet hat gestern ein 29-jähriger Angeklagte vor dem Aichacher Amtsgericht. Wegen fahrlässiger Trunkenheit und Fahren ohne Fahrerlaubnis hatte Richterin Nadine Grimm den Aichacher zu einer fünfmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. "Eine relativ moderate Strafe für die Tat", sagte Grimm.

Hoch angerechnet hatte die Richterin dem Aichacher sein Geständnis. Besonders, weil er vor der Polizei noch etwas ganz anderes ausgesagt hatte. Als diese ihn Anfang Januar in Aichach hatte kontrollieren wollen, war er flugs auf den Rücksitz des Autos gekrabbelt und hatte angegeben, nicht gefahren zu sein - wohl wissend, dass ihm die Fahrerlaubnis bereits entzogen worden war und er Alkohol getrunken hatte. 1,79 Promille hatte die ärztliche Untersuchung ergeben.

Gestern vor Gericht gab er alles zu und ersparte den Beteiligten damit eine umfangreiche Beweisaufnahme mit mehreren Zeugen. Eine Tatsache, die auch Staatsanwalt Christian Hanft anerkannte. Gegen den 29-Jährigen sprach jedoch, dass er erst kurz vor der Fahrt wegen einschlägiger Taten verurteilt worden war. "Das hat er sich nicht zur Warnung dienen lassen", sagte Hanft und hielt deshalb eine Geldstrafe für nicht mehr ausreichend.

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120 soziale Hilfsstunden

Er plädierte für eine fünfmonatige Bewährungsstrafe sowie eine Führerscheinsperre von 24 Monaten. Richterin Grimm folgte in ihrem Urteil weitgehend dem Antrag des Staatsanwaltes. Sie hielt jedoch eine 20-monatige Führerscheinsperre für ausreichend. 120 soziale Hilfsstunden sollen dem 29-Jährigen helfen, wieder im Arbeitsleben Fuß zu fassen.

Der Angeklagte nahm das Urteil an. Das Urteil ist damit rechtskräftig. (drx)

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