Die anhaltenden Regenfälle der vergangenen Tage haben auch den Pegel der Paar und der Nebenflüsse ansteigen lassen. Nach Auskunft von Steve Gallasch vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth könnten am Samstag land- und forstwirtschaftliche Flächen überflutet werden, kleinere Verkehrsbehinderungen seien möglich.
Am Freitagnachmittag war mit einem Pegel über 1,50 Meter schon Meldestufe eins überschritten, der Fluss an einzelnen Stellen über die Ufer getreten. Bei Redaktionsschluss stand das Wasser in Aichach bereits bei 1,89 Metern, Tendenz steigend. Dass damit Stufe zwei erreicht und sogar überschritten wird, hatte Gallasch eigentlich erst für Samstag erwartet. Der Hochwassernachrichtendienst schloss am Abend nicht mehr aus, dass auch Stufe drei und damit ein Pegel von zwei Metern und höher erreicht wird. Das bedeutet eigentlich, dass das Wasser bis zu einzelnen bebauten Gebieten kommt und Keller volllaufen. Doch der Dienst ging nicht davon aus, dass dies der Fall sein wird. Bei Mering werde die Paar wohl nicht einmal bis zur Stufe eins kommen.
Auch das Landratsamt Aichach-Friedberg beobachtet die Lage. Bei Gefahr kommen die Verantwortlichen zusammen, um über Maßnahmen zu beraten und die Einsatzkräfte zu koordinieren, erklärte Sprecher Wolfgang Müller. Sollte es zum Ernstfall kommen, werden die Feuerwehrleute in Aichach per Handy vom Leiter des Bauamtes und vom Leiter des Bauhofs alarmiert, erläuterte Kommandant Michael Sieber.
Um den Stand im Blick zu haben, gebe es am Flutgraben und an der Aktienkunstmühle Messpunkte. Sieber geht aber nicht davon aus, dass die Feuerwehr aktiv werden muss: „Die letzten Jahre sind wir auch verschont geblieben.“
Die aktuellen Pegelstände gibt es jederzeit im Internet.