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04.11.2017

Höchste Zeit für Winterreifen

Der letzte Arbeitsschritt geschieht von Hand: Ein Mechaniker zieht die Radschrauben fest, nachdem er zuvor die Reifen gewechselt hat.
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Der letzte Arbeitsschritt geschieht von Hand: Ein Mechaniker zieht die Radschrauben fest, nachdem er zuvor die Reifen gewechselt hat.

Für die Werkstätten im Wittelsbacher Land ist jetzt Hauptsaison beim Reifenwechsel. Wer bei Schnee und Eis mit Sommerreifen unterwegs ist, dem drohen Bußgelder und Punkte. Polizei und Fachleute sagen, worauf es ankommt

Der Winter naht. Auch für die Autofahrer im Wittelsbacher Land steht das alljährliche Reifenwechseln an. Die Sommerreifen werden eingelagert und die Winterreifen aufgezogen. Doch was ist beim Reifenwechsel zu beachten und wann muss mit Winterreifen gefahren werden?

Peter Löffler, Stellvertretender Leiter der Polizeidienststelle Aichach, erklärt: „Eine Winterreifenpflicht zu einem speziellen Zeitraum gibt es nicht. Aber bei entsprechenden Witterungsverhältnissen darf nur mit Winterreifen gefahren werden.“ Unter entsprechenden Witterungsbedingungen ist zu verstehen: Wenn Schnee, Eis, Glatteis, Reifglätte oder Schneematsch auf der Straße liegen, so Löffler. Dann darf nur mit Winterreifen gefahren werden. Wer sich nicht daran hält, dem drohen empfindliche Geldbußen. Fahren ohne Winterreifen bei Winterwetter kostet 60 Euro Bußgeld und bringt einen Punkt in Flensburg. Wer andere durch das Fahren ohne Winterreifen behindert oder gefährdet, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Die Behinderung anderer kostet 80 Euro Bußgeld plus einen Punkt, bei Gefährdung sind 100 Euro fällig und ein Punkt. Am teuersten wird es im Falle eines Unfalls: 120 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Außerdem sind Autofahrer, die bei entsprechender Witterung ohne Winterreifen an einem Unfall beteiligt sind, immer mitverantwortlich.

Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht gibt es jedoch die Faustregel Winterreifen von Oktober bis Ostern zu fahren. Viele halten sich daran, das merken besonders die Autowerkstätten und Reifenfachhändler. Mario Schmidt von Reifen-Schmidt in Gallenbach erzählt: „Wir sind mitten in der Hauptsaison, es ist viel los.“ Momentan wechselt der Reifenfachbetrieb an etwa 80 Autos pro Tag die Reifen. Die Winter-Wechsel-Saison gehe von September bis November, so Schmidt. Vereinzelt gebe es jedoch schon frühe Wechsler im August und besonders späte im Dezember. „Die Nachzügler kommen, wenn es schneit“, erzählt der Kfz-Meister.

Auch bei Auto Weiß in Aichach ist zurzeit Hauptsaison. „Es ist sehr viel los“, sagt Stephanie Ludwig, Mitarbeiterin aus der Verwaltung. Auch hier kommen die Kunden ab September bis Ende November zum Reifenwechseln.

Worauf man dabei achten muss, wissen die Experten genau. „Wichtig ist bei den Winterreifen vor allem das Profil“, erklärt Moritz Thurner von Auto Weiß. Es darf minimal drei Millimeter tief sein und die Reifen selbst sollten nicht älter als sechs Jahre sein. Aufgrund der Gummimischung haften die Winterreifen besser bei kalten Temperaturen als Sommerreifen. Von Ganzjahresreifen rät Thurner ab, da die Haftung nicht so gut sei, wie bei herkömmlichen Winterereifen. Zudem sollten die Reifen bei jedem zweiten Wechsel ausgewuchtet werden, so Thurner.

Auch Mario Schmidt rät Viel-Fahrern eher von Ganzjahresreifen ab: „Wer mehr als 5000 Kilometer pro Jahr fährt, sollte Winterreifen fahren.“ Er rät ebenso dazu, die Reifen regelmäßig auswuchten zulassen. Allerdings bei jedem Wechsel. Denn das vermeide Verschleiß, der durch eine Unwucht entstehen kann, so Schmidt.

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