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Schulverband

10.12.2019

Hohe Kredite für Aindlinger Mittelschule

So könnte die Aindlinger Mittelschule künftig aussehen: Ein C-förmiger Anbau (hinten links) würde das bestehende Gebäude ergänzen. Altbau sowie Turn- und Schwimmhalle (vorne) sollen saniert werden. Foto: Büro Endres + Tiefenbacher

Im kommenden Jahr sollen für die Sanierung und Erweiterung 2,5 Millionen Euro aufgenommen werden. Die Förderung für die Medienräume fällt jetzt geringer aus als erhofft

Die Sanierung und Erweiterung der Mittelschule Aindling wird in den kommenden Jahren voraussichtlich über zwölf Millionen Euro verschlingen (wir berichteten). Rund sechs Millionen davon sollen über Kredite finanziert werden. Gut fünfeinhalb Millionen sollen über verschiedene Förderprogramme in die Kasse fließen. Das geht aus dem Haushalt des Schulverbands Aindling für 2020 hervor.

Das Volumen des Haushalts wird sich im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppeln. Statt 1,8 Millionen Euro im laufenden Jahr umfasst der Etat für das nächste Jahr 3,7 Millionen Euro (Verwaltungshaushalt 890000 Euro, Vermögenshaushalt 2,8 Millionen Euro). Das liegt in erster Linie an der Kreditaufnahme für die Bauprojekte und deren weitere Planung. Für 2020 sind Kredite in Höhe von 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Für die Mitgliedsgemeinden bedeutet das im nächsten Jahr noch nicht zwangsläufig, dass sich die Betriebskostenumlage erhöht. Denn erst die Tilgung und die damit verbundene Pflichtzuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt wirken sich negativ auf die Umlage aus. Wie drastisch die Steigerung in den folgenden Jahren ausfallen wird, hängt laut VG-Kämmerer Andreas Grägel damit zusammen, auf wie viele Jahre die Tilgung verteilt wird. Das entscheidet sich erst im Frühjahr 2020.

Konkret sind im Haushalt rund 43000 Euro für die Sanierung der Sanitäranlagen in der Schwimmhalle, 220000 Euro für die Sanierung des Schulhauses und etwa 2,4 Millionen Euro für die erste Bauphase am Erweiterungsbau veranschlagt.

Hohe Kredite für Aindlinger Mittelschule

Derzeit werden an der Mittelschule 236 Schüler aus den Verbandsgemeinden Affing (79 Schüler), Aindling (69), Rehling (52), Todtenweis (21) und Petersdorf (15) betreut. Für 2020 muss pro Schüler eine Umlage von rund 3000 Euro bezahlt werden. Für die Betriebskostenumlage zur Finanzierung der nicht gedeckten Ausgaben sind 725700 Euro eingerechnet. Den größten Anteil muss Affing mit 243000 Euro (plus 38000 Euro) tragen, gefolgt von Aindling mit 212000 Euro (plus 18000 Euro). Danach kommen Rehling mit 160000 Euro (minus 1600 Euro), Todtenweis mit 65000 Euro (plus 12500 Euro) und Petersdorf mit 46000 Euro (minus 3100 Euro). Die Schulden des Schulverbands zum 1. Januar 2020 betragen 225000 Euro. Die Versammlung des Schulverbands segnete den Etat ab.

Erfreulich ist, dass die beiden Medienräume im ersten Stock des Schulhauses, die wegen Brandschutzmängeln gesperrt waren, mittlerweile wieder genutzt werden können. Unter anderem wurden weitere Ausgänge, Brandschutztüren und Rauchmelder eingebaut. Die Gesamtkosten betrugen rund 125000 Euro. Der Freistaat fördert das Projekt mit knapp 86000 Euro. Der Schulverband hatte sich einen höheren Zuschuss erhofft, doch nur 18 Prozent der Architekten- und Ingenieurleistungen wurden als zuwendungsfähig eingestuft.

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