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Ausstellung

28.01.2020

Ikonen: Fenster in die geistliche Welt

Teilweise waren die ausgestellten Ikonen in Silberoklaten gefasst.
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Teilweise waren die ausgestellten Ikonen in Silberoklaten gefasst.

60 Exponate sind im Aichacher Pfarrzentrum zu sehen. Sammler stellt Bilder aus griechischer und russischer Orthodoxie vor. Die ältesten stammen aus dem 17. Jahrhundert. Was diese Ikonen auch heute noch so wertvoll macht

Griechische und russische Ikonen waren am Wochenende im Aichacher Pfarrzentrum zu sehen. Karl Eisenlauer aus Autenried bei Ichenhausen (Kreis Günzburg) präsentierte aus seiner reichhaltigen Sammlung 60 Ikonen mit verschiedenen religiösen Darstellungen der östlichen Orthodoxie. Zu sehen waren Monats-, Festtags-, Marien-, Christus-, Nikolaus- und Georgsikonen in einem sehr guten Zustand. Die ältesten wurden im 17. Jahrhundert gefertigt. Die Neueren stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung im Pfarrzentrum zeigte einen repräsentativen Querschnitt durch die Vielfalt der Ikonenkunst. Neben hochwertigen, museumsreifen Sammlerstücken waren auch einfache Hausikonen zu sehen. Teilweise waren die ausgestellten Ikonen in Silberoklaten gefasst. Angefertigt wurden sie in verschiedenen Provinzen und Malschulen in Russland, Rumänien und Griechenland von hohem kunst- und kulturgeschichtlichen Rang. Karl Eisenlauer berichtete, dass in der westlichen Welt die Ikone in erster Linie als Kunstgegenstand betrachtet werde. Für die orthodoxe Christenheit sei sie jedoch ein heiliger Gegenstand. Ikonen sind für die orthodoxe Kirche Fenster in die geistliche Welt – daher auch der meistens goldene Hintergrund.

Der Bildträger der Ikonen ist Holz. Wahl und Schnitt der Bretter erfolgten in der Regel nach den lokalen Gegebenheiten. Dauerhafte Holzarten wurden bevorzugt und möglichst astfreie Bretter gewählt. Große Tafeln wurden aus zwei oder gar mehreren Brettern zusammengesetzt. Eine der Raritäten der Ausstellung war eine Kirchenikone aus Zentralrussland um 1850. Sie zeigt den Besuch der drei Engel bei Abraham und Sahra im Hain Mamre.

Zu den Besonderheiten gehörte auch eine Doppelikone aus Russland (um 1800), mit der Wiedergabe des „Mandylion Christi“. Auf der anderen Seite ist die Gottesmutter zu sehen. Eine Mandyolin-Christi-Abbildung gilt in der Orthodoxie als ein auf übernatürliche Weise entstandenes und authentisches Porträt des Heilands.

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