Newsticker
RKI meldet 12.257 Neuinfektionen und 349 Todesfälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. In Aindling sollen Wohnungen für junge Menschen entstehen

Aindling

03.12.2020

In Aindling sollen Wohnungen für junge Menschen entstehen

Auf der freien Fläche neben der Verkaufsstätte Zurek sollen im Herzen Aindlings neue Wohnungen entstehen. Im Erdgeschoss des geplanten Gebäudes am Marktplatz könnten zudem Heilpraktiker oder eine Physiotherapie-Praxis einziehen.
Bild: Josef Abt

Plus Die neuen Ideen für das Zentrum in Aindling kommen bei den Nachbarn gut an. Die Angebote sind vielfältig, ein öffentliches Café aber soll es nicht geben.

Die freie Fläche am Maibaum im Zentrum von Aindling soll bald wieder mit Leben gefüllt werden: Bei einem Workshop haben sich die Aindlinger Gemeinderäte jüngst Gedanken darüber gemacht, wie das Grundstück im Herzen der Gemeinde bebaut und das angrenzende Zurek-Anwesen mit genutzt werden kann. Bürgermeisterin Gertrud Hitzler stellte die Ideen bei der Ratssitzung jetzt kurz vor.

Im Zentrum von Aindling sollen Wohnungen gebaut werden
Bild: Josef Abt

Angedacht ist demnach, das denkmalgeschützte Zurek-Anwesen, das im Besitz der Gemeinde ist, zu renovieren und für den Gemeinbedarf zu nutzen. Wie Hitzler auf Anfrage unserer Redaktion erläuterte, könnte das Haus dann beispielsweise für Jugend-, Senioren- oder Familienarbeit zur Verfügung stehen. Insbesondere die Beratung könnte dort stattfinden. Zudem wird überlegt, im Erdgeschoss ein Begegnungscafé zu schaffen, das eventuell für Treffen von Jugendlichen oder Senioren – im Rahmen der gemeindlichen Angebote - genutzt werden könnte. An ein öffentliches Café ist laut Hitzler derzeit nicht gedacht, da man nicht in Konkurrenz zur bereits bestehenden Gastronomie treten wolle.

Die schönen Ausblicke im Zentrum Aindlings erhalten

Auf der freien Fläche soll nach Hitzlers Angaben ein Gebäude gebaut werden, das sich von der Höhe her an die bereits bestehenden Gebäude am Marktplatz anpasst. Dabei soll der Blick auf das Zurek-Anwesen und auf die Metzgerei mit ihrem schönen Giebel frei bleiben. Im Erdgeschoss könnten sich die Gemeinderäte Physiotherapie und Heilpraktiker – ohne ähnliche Angebote – vorstellen. „Es wird aber kein Ärztehaus“, betont Hitzler.

Im ersten Obergeschoss sollen Mietwohnungen vorwiegend für jüngere Leute geschaffen werden. An derartigen Wohnungen fehlt es in der Gemeinde, glauben die Räte. Wie viele Wohnungen dort entstehen könnten, muss laut Hitzler erst die konkrete Planung zeigen. Auch die Ausgestaltung des Dachgeschosses muss noch diskutiert werden. Nach aktuellem Stand sind in dem Gebäude keine Geschäfte geplant.

Die Bürgermeisterin berichtete auch, dass die Nachbarn von den Ideen für das neue Marktzentrum angetan seien. Sie wurden ihnen bereits vorab vorgestellt. Bekanntlich hätte neben dem Zurek-Haus einmal ein knapp 14 Meter hohes Wohn- und Geschäftshaus mit Café und Arztpraxen auf drei Geschossen und einer vierten zurückgesetzten Etage mit Penthouse-Wohnungen entstehen sollen. Ein Nachbar hatte gegen die Dimension des Baus geklagt. Die Klage wurde zwar eingestellt, aber der Investor stieg letztlich aus Wirtschaftlichkeitsgründen aus.

Der Markt Aindling bemüht sich um Zuschüsse

Der Markt Aindling will jetzt versuchen, mit dem Projekt „neues Marktzentrum“ in die Städtebauförderung aufgenommen zu werden, um somit Zuschüsse für die Neugestaltung in der Ortsmitte zu erhalten.

Einstimmig genehmigte der Marktgemeinderat die überplanmäßigen Ausgaben für die Vorplanungen des Projekts, die in diesem Jahr angefallen sind. So musste beispielsweise ein Statikgutachten für das Zurek-Anwesen erstellt werden. Die zusätzlichen Ausgaben von rund 17.000 Euro und eventuell noch hinzukommende Kosten in 2020 können aber mit anderen Haushaltsmitteln verrechnet werden. Das Gremium beschloss zudem gegen die Stimme von Karl-Andreas Gamperl, die Verwaltung mit den Vorarbeiten für das aufwendige Antragsverfahren zur Städtebauförderung zu beauftragen. Gamperl begründete sein Nein wie folgt: „Ich weiß nicht, ob die Städtebauförderung der richtige Weg ist.“

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren