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Veranstaltung

25.06.2017

In Pöttmes gehen wieder die Fackeln an

Die Fackeln leuchten am kommenden Wochenende in Pöttmes beim Historischen Marktfest. Archivbild
Bild: Erich Echter

Zum sechsten Mal feiert die Marktgemeinde ihr Historisches Marktfest. Drei Tage lang wird mittelalterlich gefeiert. Einige Gäste reisen eigens aus Frankreich an

Pöttmes Seit 2002 fühlen sich die Pöttmeser alle drei Jahre berufen, die Zeitmaschine anzuwerfen, um im Mittelalter Halt zu machen. Bereits zum sechsten Mal gehen dann für drei Tage in Pöttmes kurzzeitig die Lichter aus und die Fackeln und Kerzen an. Auftakt des Spektakels ist am Freitag, 30. Juni. Mit dem großen Umzug endet das Fest am Sonntag, 2. Juli.

Die Partnerschaftskomitee-Vorsitzende Angie Mayer atmet durch, und mit ihr alle an der Organisation beteiligten Ortsvereine. Auch wenn vieles Routine geworden ist und die Erfahrungen aus den vergangenen Festen zum Tragen kommen, ist es immer wieder ein Kraftakt, ein derart aufwendiges Spektakel mit rund 500 Mitwirkenden auf die Beine zu stellen. Die Resonanz ist ungebrochen hoch: „Viele Gruppen machen seit Anfang an mit, die Neuen, die ich angeschrieben habe, haben zum Großteil sofort zugesagt“, sagt Angie Mayer.

Die Verwandlung des Marktes Pöttmes in ein mittelalterliches Lager wird an allen Ecken zu spüren sein: Im Schlosshof zeigen viele Handwerker ihre Kunst, an mehreren Stellen werden Ritter ihre Zelte und Lager aufschlagen, an beiden Toren kassieren die Wächter den Wegezoll. Gaukler und Musiker ziehen durch den Markt, es wird getanzt und gesungen, gespielt und um Siege gerungen. Am Spieß drehen sich Schweine- und Ochsenbraten. Es gibt Met und Bier im Krug oder Kräuterlikör im Stamperl. Besonders vielfältig ist das Angebot für Kinder, die an den vielen Handwerkerständen zum Mitmachen eingeladen sind oder sich als kleine Ritter im Axtwerfen bewähren können. Auch die Schulen und Kindergärten sowie das Jugendparlament beteiligen sich mit mehreren Aktionen.

Am Samstag, 1. Juli, werden die Musikgruppen „Aureo Sonus“ aus Inchenhofen mit dem Madrigal -Ensemble „Audite Gentes“ aus Augsburg sowie Tänzern aus Aichach und Aindling ein eigenes Konzert an der Mariensäule im Schlosshof der Familie von Gumppenberg geben. „In dem schönen Ambiente ist das eine ganz besondere Veranstaltung“, meint Angie Mayer. Sie freut sich auch auf die rund 50 Gäste aus der französischen Partnerstadt La Haye-Pesnel, die eigens anreisen. Viele von ihnen gehören zu den mittelalterlichen Stammgästen und mischen sich im passenden Gewand unters Volk. An den Abenden locken Feuershows und die von Trommelschlägen begleiteten Fackelumzüge der Nachtwachen.

Der Höhepunkt des dreitägigen Spektakels ist traditionell der zweistündige Historische Festumzug am Sonntag, 2. Juli. Der Aufmarsch der teilnehmenden Gruppen und vieler Einzelpersonen lockt jedes Mal zahlreiche Gäste an, die in geballter Form die bunte Vielfalt mittelalterlicher Lebenskunst und -freude noch einmal an sich vorbeiziehen lassen.

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