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Affing

19.02.2020

Jugend forscht: Affinger Schülerin untersucht, was schön ist

Ines Christa (links, 18) und die Affingerin Theresa Kosak (18) vom Maria Ward Gymnasium haben sich mit dem Goldenen Schnitt beschäftigt.
Bild: Bernd Hohlen

Plus Theresa Kosak aus Affing hat an "Jugend forscht" teilgenommen - mit Untersuchungen zu einem außergewöhnlichen Thema. Warum das Projekt zufällig zustande kam.

Der Oberkörper und der Unterkörper werden oft durch einen Gürtel auf Höhe der Taille optisch voneinander getrennt. Dass das als schön empfunden wird, liegt am Verhältnis zwischen Ober- und Unterkörper: dem Goldenen Schnitt. Mit diesem hat sich Theresa Kosak aus Affing in ihrer mathematischen Arbeit für den Schülerwettbewerb "Jugend forscht" beschäftigt. Die 17-Jährige besucht das Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg.

Zu "Jugend forscht" kam sie eher durch Zufall. Denn eigentlich hatte Theresa sich nur für ihre W-Seminararbeit mit dem Goldenen Schnitt, und wo sich dieser in der Natur finden lässt, beschäftigt. Dies ist eine wissenschaftliche Arbeit, die Schüler der Oberstufe eines Gymnasiums schreiben müssen. Eine Lehrerin brachte sie dann auf die Idee, gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Ines Christa an "Jugend forscht" teilzunehmen. Auch Ines hatte sich im Rahmen der Seminararbeit mit dem Goldenen Schnitt, und wo sich dieser in der Kunst finden lässt, beschäftigt. Am Mittwoch stellen die beiden ihre Projekte beim Regionalentscheid in Augsburg vor. Aus dem Wittelsbacher Land sind zudem die beiden Schwestern Sarah und Melanie Felber, 16 und 14 Jahre alt, aus Kühbach mit dabei, die am Müllproblem arbeiten. Lesen Sie dazu auch: Junge Forscherinnen entwickeln biologisch abbaubare Folie

Theresa Kosak aus Affing forscht zum Goldenen Schnitt

Bei dem Goldenen Schnitt „handelt es sich um ein Teilungs- beziehungsweise Proportionalitätsverhältnis einer Strecke“, erklärt Theresa. Dabei ist das Verhältnis des Ganzen zu seinem größeren Teil gleich dem Verhältnis des größeren zum kleineren Teil. Dieses Verhältnis wird vom Menschen als ästhetisch empfunden.

Ihre ausgeklügelten Ideen zeigen Schüler beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht im Augsburger MAN-Museum.
48 Bilder
Jugend forscht 2020: Alle Bilder vom Regionalwettbewerb in Augsburg
Bild: Christoph Lotter

„Das Buch der Natur ist mit mathematischen Symbolen geschrieben.“, mit diesem Zitat von Galileo Galilei leitete Theresa ihre Arbeit ein, denn auch in der Natur gibt es viele Beispiele des Goldenen Schnitts, wie die 17-Jährige herausfand: Zum Beispiel bei Sonnenblumen, Ananas oder Tannenzapfen. Zur Veranschaulichung nutzt sie in ihrer Arbeit viele Bilder, in denen sie den Goldenen Schnitt eingezeichnet hat.

Jugend forscht: Schülerin Theresa Kosak erklärt Goldenen Schnitt

Die Arbeit ihrer Schulkameradin ergänzt sich perfekt mit ihrer: Ines zeichnete den Goldenen Schnitt in bekannten Kunstwerken wie der „Mona Lisa“ oder dem „Letzten Abendmahl“ ein. Ihre Seminararbeiten fügten die beiden Schülerinnen zu einem Bericht für Jugend forscht zusammen. „Das war alles relativ knapp“, sagt Theresa. Erst in den Weihnachtsferien kamen die beiden aufgrund des Schulstresses dazu. Bereits Mitte Januar war Einsendeschluss bei Jugend forscht. Da sich beide Schülerinnen aber bereits gut in ihre Themen eingearbeitet hatten, war die Arbeit für Jugend forscht nicht mehr schwierig.

Neben den vielen Beispielen leiteten die beiden auch das Verhältnis eines Goldenen Schnittes her. „Das geht sogar über die Schulmathematik hinaus“, sagt Theresa. In ihrer Arbeit für Jugend forscht versuchte sie aber, die komplexe Mathematik für alle verständlich darzustellen. Auch mit den sogenannten Fibonacci-Zahlen, die eine Zahlenfolge beschreiben, und in Zusammenhang mit dem Goldenen Schnitt steht, beschäftigte sich die Jugendliche. Sehr komplexe Mathematik.

Das Lieblingsfach von Theresa Kosak aus Affing: Mathe

Für die 17-Jährige aber kein Problem. Sie sagt: „Mathe ist mein Lieblingsfach. Das zeigt sich auch in ihren Noten: Sie hatte in der Oberstufe eine glatte Eins in Mathematik. Auch die Arbeit an ihrer Seminararbeit hat ihr viel Spaß gemacht. Die Schülerin hatte also die perfekten Voraussetzungen für so eine komplexe Arbeit.

Vielleicht liegt die Begabung auch in der Familie: Ihre Brüder waren vor ein paar Jahren schon bei Jugend forscht dabei, erzählt Theresa. Nach dem Regionalwettbewerb möchte sie aber erst mal nicht weiter am Goldenen Schnitt arbeiten. Dieses Projekt sei für sie jetzt abgeschlossen. Sie konzentriere sich jetzt auf die Vorbereitungen für das Abitur, das steht im Frühjahr an.

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