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Baar

10.03.2019

Kinderbetreuung bewegt die Baarer

Das Thema Kinderbetreuung hat die Bürgerversammlung in Baar dominiert.
Bild: Symbolfoto, dpa, Stefan Puchner

Etwa 40 Besucher kommen zur Bürgerversammlung in den Gasthof Bartlmä. Das Thema Krippenplätze dominiert den Abend

In den vergangen Jahren hat die Gemeinde Baar neue Bürger dazu gewonnen. So erfreulich dieses Plus sein mag, es ist auch mit Problemen verbunden, die bisweilen nicht auf die Schnelle zu lösen sind. Das kam bei der Bürgerversammlung am Donnerstag im Gasthaus Bartlmä deutlich zum Ausdruck. Wann stehen ausreichend Plätze für die Betreuung der jüngsten Erdenbürger bereit? Im Jahr 2018 waren immerhin zwölf Geburten zu verzeichnen. Das war das dominierende Thema vor 40 Besuchern, darunter der Gemeinderat beinahe in kompletter Besetzung.

Eltern drängen auf schnelle Lösung

Einige junge Leute, die Eltern sind oder werden, drängten hartnäckig auf eine schnelle Lösung. Bürgermeister Leonhard Kandler versuchte zu erklären, warum die Gemeinde auf dem Gebiet nicht vor einigen Jahren schon aktiv geworden ist: „Wir haben die Chance, bis zu 90 Prozent Zuschuss zu bekommen. 2016 hätten wir keinen Zuschuss gekriegt. Es würde auch der Personalzuschuss fehlen. Das kann sich eine Gemeinde wie Baar nicht leisten.“

Sandy Lichtblau, die Kämmerin in der Verwaltung in Pöttmes, schloss sich dieser Argumentation an: „Ohne Zuwendung kann eine Gemeinde wie Baar keine Krippe bauen.“ Dieter Zach, der Dritte Bürgermeister, räumte ein: „In Baar sind wir mit Sicherheit zu spät dran.“ Am Ende erinnerte Martin Moser, Mitglied des Gemeinderats, an die jüngste Sitzung: „Es steht unmittelbar bevor, dass man eine Lösung findet.“ Künftig sollen Eltern ihren Bedarf an Krippenplätzen auch schriftlich anmelden können, die erst zuziehen werden. Im Baugebiet „Am Zeintl“ würden sich im Sommer bereits 13 Kinder in einem Alter bis zu vier Jahren tummeln, hieß es. Und wie es aussieht, wird die Kommune vielleicht bereits in absehbarer Zeit erneut Bauland ausweisen. „Es fehlen nur noch ein paar Quadratmeter“, sagte Kandler, ohne konkrete Zusagen zu machen.

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Warum drei Bauhofmitarbeiter?

Drei Mitarbeiter im Bauhof Josef Ruisinger fragte den Bürgermeister, warum der Bauhof nun drei Mitarbeiter habe: „Da sind wir sehr, sehr stark besetzt. Wie ist das zustande gekommen?“ Der Bürgermeister betonte, diese Personalentscheidung hätte er auch ohne Ausschreibung selbsttätig fällen können: „Der Gemeinderat war der Meinung, dass wir einen dritten brauchen. Alle drei sind beschäftigt, machen sehr viele Stunden, die nicht bezahlt werden. Wir haben Arbeit ohne Ende.“ Beispielsweise auf den Spielplätzen oder in den Wäldern.

Mehrzweckhalle, Breitbandausbau und Lechbrücke

Und wie geht es weiter mit der Mehrzweckhalle? Der Außenanstrich wird erneuert, diese Zusage konnte Kandler, der für 2020 seinen Abschied aus dem Amt des Bürgermeisters ankündigte, geben. Ansonsten muss erst ein Konzept erarbeitet werden, ehe der Gemeinderat sich Gedanken über notwendige Maßnahmen machen wird.

„Beim Breitbandausbau hängen wir gewaltig hinterher“, teilte Leonhard Kandler mit und verwies darauf, dass die Firmen mit den Arbeiten nicht hinterher kämen. Für Ober- und Unterbaar sind über 500000 Euro von Seiten des Staats zu erwarten, die Gemeinde muss 120000 Euro beisteuern.

Die Lechbrücke in Richtung Meitingen wird vom 8. April bis zum 18. Mai gesperrt. Kandler konnte nicht ausschließen, dass dieser Zeitraum nicht ausreichen wird.

Baar in Kürze

Der Bauhof hat ein Allwetterfahrzeug erhalten. Am Weinberg stehen 21 Festmeter Brennholz zum Verkauf an. An der Schule wurde ein Defibrillator angebracht, von mehreren Seiten kam Geld dafür zusammen. So verzichtete der Gemeinderat auf sein Sitzungsgeld, der Fischereiverein öffnete ebenso seine Kasse wie die Motorradfreunde. Die Kläranlage erfüllt zwar noch ihre Aufgaben, gleichwohl sind diverse Arbeiten zu erledigen. Bei der Grundschule in Oberbaar laufen die Planungen; zuerst soll der Brandschutz verbessert werden, dann werden die Handwerker bei der Heizung und bei der Isolierung aktiv werden. „Die Förderanträge laufen“, so Kandler, „wir hoffen bald auf grünes Licht.“ Der Kindergarten befindet sich in der Trägerschaft der Katholischen Kirchenstiftung St. Laurentius, deren Nachfolge wird möglicherweise die Gemeinde antreten. Wem die Gelbe Tonne für seinen Haushalt zu klein ist, der kann eine zweite bestellen oder eine durchsichtige Tüte neben seine Tonne platzieren.

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