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29.07.2010

Laimering soll vor Hochwasser geschützt werden

Dasing Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung will die Gemeinde Dasing ein Problem anpacken, das ihr schon länger am Herzen liegt: das Hochwasser. Denn bei starken Niederschlägen ist gerade der Ortsteil Laimering davon stark betroffen. In der Gemeinderatssitzung stellte das Ingenieurbüro Steinbacher Consult eine Reihe von möglichen Maßnahmen vor, die das vorhandene Kanalsystem zugleich stärken und entlasten sollen.

Als Grundlage dafür dient der sogenannte HQ 100-Schutz plus Klimafaktor. Das bedeutet, dass die Maßnahmen nicht nur Schutz gegen ein Jahrhunderthochwasser bieten, sondern durch den Klimafaktor zusätzlich einen um 15 Prozent höheren Schutz gewährleisten müssen. Vor allem das von außerhalb des Wohnbereichs abfließende Wasser stellte bisher ein großes Problem dar. Während das innerörtliche Kanalsystem bis zu 400 Liter pro Sekunde verarbeiten kann, können aber insgesamt bis zu 2700 Liter pro Sekunde auftreten.

Abhilfe soll vor allem ein Damm in Verbindung mit einem Rückhaltebecken schaffen. Durch eine Verrohrung unter dem Damm sollen künftig nur noch 200 Liter pro Sekunde von außerhalb in das Kanalsystem fließen. Zusätzliche Maßnahmen wären die Aufweitung der Rohre vor allem im Bereich des Feuerlöschteichs, eine neue Verrohrung unterhalb des Asum-Grundstücks sowie die Rückführung des Längenmoosgrabens in eine natürliche Fläche. Dies würde nicht nur das Gebiet optisch aufwerten, sondern den Wasserstrom zudem verlangsamen.

Problematisch wird es allerdings bei den Kosten, denn nicht alle dieser Maßnahmen sind zuwendungsfähig, so zum Beispiel die zusätzliche Verrohrung unterhalb des Asum-Grundstücks. Die Alternative dazu wäre die Ertüchtigung der bestehenden Verrohrung unter der naheliegenden Straße. Dies wäre günstiger, allerdings schwieriger umzusetzen. Zudem hätte man durch die neue Verrohrung eine zusätzliche Entlastungsmöglichkeit. Die Umsetzung aller vorgeschlagenen Maßnahmen würde die Gemeinde rund 330 000 Euro kosten, hinzu kommen noch Grundstückskosten.

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Andere Möglichkeiten hat die Gemeinde aber kaum. Diskutiert wurden unter anderem Vorschläge des CSU-Gemeinderats Johann Kügle, wie eine teilweise Umsetzung der Maßnahmen, was allerdings nicht gefördert würde, und ein temporäres Auspumpen des Feuerlöschteichs. Eine Pumpanlage käme die Gemeinde aber nicht günstiger, eine mobile Lösung würde kaum genehmigt werden.

Unklar waren außerdem die Bewertungskriterien für die Förderungsfähigkeit. "Da steckt eine teuflische Systematik in der Förderungsgeschichte", bemerkte Anne Glas (Aktive). Sie schlug vor zu prüfen, ob die Maßnahmen auch außerhalb des Konjunkturpakets gefördert werden können. Mithilfe des Pakets würde die Gemeinde für die zuwendungsfähigen Maßnahmen Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent erhalten.

Bürgermeister Erich Nagl hielt fest, dass man nicht drum herum komme, etwas zu unternehmen. "Da das Problem bekannt ist, wird sich die Situation zunehmend verschärfen." Mit zwei Gegenstimmen wurde beschlossen, die Baumaßnahmen anzupacken. Wie sich die genaue Umsetzung dann gestaltet, wird die Gemeinde in der Ausführungsplanung festlegen.

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