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Obergriesbach-Zahling

14.11.2019

MotoGP: Fährt Stefan Bradl 2020 wieder als Stammfahrer mit?

Stefan Bradl (hier beim Rennen im österreichischen Spielberg) wird beim Saisonfinale in Valencia nicht auf seiner Maschine sitzen. Der Zahlinger ist aber als TV-Experte vor Ort. Auch 2020 wird der 29-Jährige für HRC-Honda als Testfahrer unterwegs sein.
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Stefan Bradl (hier beim Rennen im österreichischen Spielberg) wird beim Saisonfinale in Valencia nicht auf seiner Maschine sitzen. Der Zahlinger ist aber als TV-Experte vor Ort. Auch 2020 wird der 29-Jährige für HRC-Honda als Testfahrer unterwegs sein.
Foto: Dominik Angerer, APA/dpa

Plus Der Zahlinger ist beim Saisonfinale in Valencia als TV-Experte dabei. Wie er den Rücktritt von Teamkollege Jorge Lorenzo bewertet und wie es für ihn weitergeht.

Eine lange Saison neigt sich für Motorradrennfahrer Stefan Bradl dem Ende zu. Der Zahlinger wird zwar anders als im vergangenen Jahr beim Saisonfinale der MotoGP in Valencia (Spanien) am Wochenende zwar nicht mitfahren, dafür ist er als TV-Experte für den österreichischen Sender Servus TV vor Ort und analysiert das Rennen. Zudem nahm er am Donnerstagnachmittag Stellung zu seiner Zukunft. Sein Teamkollege und dreifache MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo aus Spanien trat gestern zurück. Bradl könnte Nachfolger des Mallorquiners werden, der nach einem Trainingssturz eine Katastrophensaison erlebte.

Zweiter Einsatz in dieser Saison in der Königsklasse MotoGP: Als Ersatz für den verletzten Jorge Lorenzo startet Stefan Bradl (Foto) auf dem Sachsenring.
Foto: Hendrik Schmidt, dpa

Obergriesbach-Zahling: Bradl kennt die Arbeit als TV-Experte

Für den 29-jährigen Bradl ist die Arbeit als Experte keine gänzlich neue Erfahrung. Bereits in der Vorsaison war Bradl in regelmäßigen Abständen für das Fernsehen unterwegs. Auch 2019 stand Bradl in dieser Funktion schon das ein oder andere Mal vor der Kamera: „Die Arbeit macht mir viel Spaß. Ich kann mein Wissen und meine Erfahrungen einbringen und den Zuschauern einen anderen Blickwinkel verschaffen“, so Bradl, der aber auch betont: „Natürlich würde ich lieber auf der Maschine sitzen und mitfahren. Ich bin Rennfahrer durch und durch.“ Dennoch wird Bradl wohl auch in der kommenden Saison in Valencia nur Zuschauer sein, denn auch 2020 geht der Zahlinger für HRC-Honda als Testfahrer an den Start: „Ich fühle mich sehr wohl in dieser Rolle. Die Arbeit wird immer wichtiger und ich bekomme auch entsprechendes Lob. Ich bin aktuell zufrieden, auch wenn ich natürlich gerne nochmals in der MotoGP als Stammfahrer an den Start gehen würde.“

Die Chancen dafür sind nach Lorenzos Rücktritt besser denn je. Bradl kam in dieser Saison auf mehr als seine drei Wildcard-Einsätze, da er für den verletzten Lorenzo einsprang. „Ich gehe davon aus, dass ich Testfahrer bleibe. Falls ich gebraucht werde, bin ich aber bereit.“ Der 32-jährige Lorenzo sei für Bradl ein Vorbild gewesen. „Er hat einiges erreicht und immer sehr viel Kampfgeist gezeigt“, sagt Bradl. Lorenzo sei ein lockerer und entspannter Kollege. Nach seinem Ausfall war Lorenzo aber nicht mehr der Alte, sagt Bradl, als die Aichacher Nachrichten ihn gestern in Valencia in der Honda-Box erreichten. Lorenzos Saison sei von Verletzungen geprägt gewesen. „Das hat ihn gequält und er war zu verbissen.“ Lorenzo sei nicht mehr zufrieden gewesen. Bei den Fans habe Lorenzo polarisiert. „Er hat eine eigene Art, Siege zu feiern.

MotoGP: Nach dem Valencia-Rennen ist die Saison noch nicht vorbei

Egal wie viele Rennen Bradl 2020 fahren wird, der 29-Jährige hat sich mittlerweile mehrere Standbeine aufgebaut. Neben dem Expertentum für Servus TV hat sich der Zahlinger in diesem Jahr auch auf der Langstrecke versucht. Zusammen mit zwei japanischen Fahrern von Honda ging er bei dem 8-Stunden-Rennen von Suzuka an den Start.

Bei all seinen Projekten, der Großteil seiner Konzentration gilt der MotoGP und den Testfahrten. Mit dem Rennen in Valencia am Sonntag ist nämlich für die besten Motorradfahrer der Welt noch nicht Schluss. Am Dienstag und Mittwoch testen die Piloten noch an Ort und Stelle. Neben dem alten und neuen Weltmeister Marc Marquez wird auch Bradl am Start sein. „Wir testen ein neues Fahrwerk und einen neuen Motor. Es gibt zwar viele Gemeinsamkeiten, aber die Feinabstimmung passt meist noch nicht. Dafür bin ich zuständig.“

Mit den Tests Ende Januar in Jerez beginnt für den früheren Moto2-Weltmeister Bradl die Saison 2020. Auch im kommenden Jahr wird der Zahlinger in jedem Fall auf seine Wildcard-Einsätze kommen. Geplant sind erneut Starts auf seinen Teststrecken Jerez und Misano (Italien). Der dritte Einsatz steht noch nicht fest. Bradl: „Da kann sich noch etwas verändern. Jerez ist sicher, aber vielleicht tauschen wir auch noch die Teststrecken. Wenn wir nach Japan gehen, dann ist auch ein Einsatz dort möglich. Das wird man aber noch sehen.“

Unabhängig davon, wo Bradl im kommenden Jahr in der Königsklasse zum Einsatz kommen wird, lobt er die Zusammenarbeit mit dem japanischen Rennstall: „Das läuft wirklich gut. Die Japaner schätzen mein Feedback.“ Sogar beim Superbike-Projekt von Honda dürfte der Zahlinger mitwirken. „Das war eine große Ehre für mich.“

Eine große Ehre sei für ihn, auch beim Saisonfinale dabei zu sein. Bradl: „Valencia ist etwas Besonderes. Es gibt eine Stadionatmosphäre. Es herrscht eine super Stimmung. Für die Fahrer und die Fans ist es ein toller Abschluss.“ (mit phis)

Stefan Bradl legt sich beim Heimrennen am Sachsenring ins Zeug – mit Erfolg: Der Zahlinger fuhr auch in seinem zweiten Rennen der Saison unter die Top Ten. Im Gespräch verrät der 29-Jährige, wie es für ihn nun weitergeht.
Foto: Jan Woitas/dpa


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